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Großbritannien: Tory-Kandidat jubelt Medien guten Freund als "enttäuschten Labour-Wähler" unter

Großbritannien: Tory-Kandidat jubelt Medien guten Freund als "enttäuschten Labour-Wähler" unter
Lee Anderson (r.) mit Parteichef und Premierminister Boris Johnson (l.)
Zwar führen die Konservativen nach wie vor in den Umfragen relativ klar vor der Labour-Partei, dennoch lassen die Tories keine Gelegenheit aus, um mit faulen Tricks zu punkten. Ein Mikrofon wurde einem Parteikollegen von Boris Johnson jetzt zum Verhängnis.

Der konservative Kandidat für den Bezirk Ashfield in Nottinghamshire, Lee Anderson, wurde dabei erwischt, wie er versuchte, der Nachrichtenseite Mail + einen guten Freund als enttäuschten Labour-Wähler unterzujubeln. Nur trug Anderson bereits ein Mikrofon, als er seinem Kumpel erklärte, wie das Interview mit Mail + laufen sollte:

Tu so, als ob du weißt, wer ich bin ... Du weißt, dass ich der Kandidat bin, aber kein Freund, in Ordnung?

Premierminister Boris Johnson und sein Herausforderer Jeremy Corbyn kurz vor dem TV-Duell am 19. November 2019.

Der so präparierte Freund erzählte den Journalisten anschließend auch brav, dass es "keine Möglichkeit gibt, dass Labour jemals wieder meine Stimme bekommen wird". Und er lobte einen Vorschlag von Anderson, der in Großbritannien für Aufruhr gesorgt hatte: "Lästige Wohnungsmieter" sollten in Zelten leben und Gemüse pflücken.

Der Bezirk Ashfield wird derzeit von der Labour-Abgeordneten Gloria De Piero gehalten, die allerdings bei den kommenden Wahlen nicht mehr antritt. Die neue Labour-Kandidatin ist Natalie Fleet. Das gefälschte Interview ist der jüngste Versuch der Desinformation in einer Reihe von ähnlichen Vorfällen im Zusammenhang mit der Konservativen Partei.

Letzte Woche richteten die Tories die gefälschte Website "labourmanifesto.co.uk" ein, die angeblich das Labour-Wahlprogramm präsentiert, aber in Wirklichkeit Wahlwerbung für die Konservativen betreibt. Die Partei bezahlte Google, um die Website an die Spitze der Suchergebnisse zu bringen.

Anfang der Woche richteten die Konservativen auf Twitter einen gefälschten Fact-Check-Dienst namens "factcheckUK" ein, der aber in Wahrheit von der Pressestelle der Tories betrieben wurde.

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