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Schluss nach fünf Jahren: Abschiedsworte von EU-Ratspräsident Tusk

Schluss nach fünf Jahren: Abschiedsworte von EU-Ratspräsident Tusk
EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und EU-Ratspräsident Donald Tusk, Brüssel, Belgien, 17. Oktober 2019.
Nach fünf Jahren Amtszeit nimmt EU-Ratspräsident Donald Tusk Abschied. Fünf Jahre habe er für die EU-Einheit gekämpft. Tusk warnt vor dem Abstieg Großbritanniens durch den Brexit. Das Land werde zum Außenseiter. Den Zusammenbruch der Eurozone habe er 2015 verhindert.

Der scheidende EU-Ratspräsident Donald Tusk ist ein erklärter Brexit-Gegner. Für die Befürworter des britischen EU-Austritts gäbe es einen besonderen Platz in der Hölle. Damit die Briten Bedenkzeit hätten, habe er sich für einen weiteren Brexit-Aufschub eingesetzt. Nach der Verlängerung schrieb Tusk auf Twitter

An meine britischen Freunde,

die EU27 haben die Verlängerung formell angenommen. Es könnte die letzte sein. Bitte nutzt diese Zeit bestmöglich. Ich möchte mich auch verabschieden, da meine Mission hier (bei der EU) zu Ende geht. Ich drücke euch die Daumen. 

Anlässlich des Endes seiner Amtszeit als EU-Ratspräsident resümierte Tusk am Mittwochabend gegenüber Studenten des "College of Europe" über den Brexit und seine Bemühungen, Griechenland in der Eurozone zu halten: 

Nach diesem Abschied wird das Vereinigte Königreich ein Außenseiter, ein zweitklassiger Spieler, während das wichtigste Schlachtfeld von China, den USA und der EU besetzt sein wird. 

Anti Brexit-Proteste vor dem britischen Parlament, London, Großbritannien, 22. Oktober 2019.

Der Brexit selbst sei eine Illusion derer, die sich nach einem Imperium sehnten. Brexit-Befürworter werfen Tusk vor, er habe zu sehr Stimmung gegen die ehemalige britische Premierministerin Theresa May gemacht. Diese war bei den Abstimmungen zum Brexit-Abkommen im britischen Unterhaus gescheitert. 

Auf Twitter schrieb der gebürtige Pole Tusk über seine Amtszeit: "Fünf Jahre kämpfen für die Einheit der EU". Über seine politische Karriere sagte Tusk einst, er sei durch Zufall in die Politik gekommen. Seit 2014 war er Präsident des Europäischen Rates. Von 2007 bis 2014 war er Ministerpräsident Polens. 

Ein besonders dramatischer Tag während seiner Zeit als EU-Ratspräsident war der 12. Juli 2015, so Tusk. Damals wäre es beinahe zum Zusammenbruch der Eurozone gekommen. Auf seine Initiative hin einigten sich jedoch die deutsche Bundeskanzlerin und der damalige griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras. Er hatte sie förmlich zu einer Einigung gezwungen. Der Zusammenbruch sei dadurch abgewandt worden:

Ich habe die Griechen vor einer übermäßig harten und manchmal orthodoxen Herangehensweise der Deutschen und der Niederländer bewahrt. 

Am 1. Dezember wird der ehemalige belgische Ministerpräsident Charles Michel neuer Ratspräsident. 

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