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Interpol: Ukrainischer Rechtsradikaler in Polen festgenommen

Interpol: Ukrainischer Rechtsradikaler in Polen festgenommen
(Archivbild).
In Polen wurde ein Rechtsradikaler auf Antrag Russlands festgenommen, der in den 90er Jahren im Ersten Tschetschenienkrieg auf Seiten illegaler bewaffneter Gruppen gekämpft hat. Eine Entscheidung über die Frage seiner Auslieferung nach Russland steht noch aus.

Das Nationale Büro von Interpol in Russland wurde über die Festnahme eines der Anführer der ukrainischen rechtsradikalen Organisation "Ukrainische Nationalversammlung – Ukrainische Nationale Selbstverteidigung", Igor Masur, in Polen informiert, die auf Antrag Russlands erfolgte. Dies teilte eine Quelle bei den Strafverfolgungsbehörden der Nachrichtenagentur TASS mit.

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Masur wurde am Samstag auf Antrag Russlands vom polnischen Grenzdienst festgehalten. Ihm wird vorgeworfen, in den Jahren 1994 und 1995 an der Tätigkeit illegaler bewaffneter Gruppen im Gebiet Tschetscheniens beteiligt gewesen zu sein. Polnische Beamte versprachen, dass sie den Fall in Übereinstimmung mit den Normen des Völkerrechts untersuchen würden. Mehrere polnische Politiker und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens haben sich gegen die Auslieferung Masurs an Russland ausgesprochen und behaupteten, dass Moskau Interpol-Mechanismen für politische Ziele nutzen würde.

Im Jahr 2014 leitete Masur die Niederlassung des rechtsradikalen "Rechten Sektors" in der Region Kiew. Außerdem war er im Winter 2014 aktiver Teilnehmer der Proteste in der Kiewer Innenstadt. Seit Mai 2014 nahm er an den Kriegshandlungen im Donbass teil. Im November 2016 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden der rechtsradikalen Organisation "Ukrainische Nationalversammlung – Ukrainische Nationale Selbstverteidigung" ernannt.

Am 10. November teilte ein Sprecher des Bezirksgerichts der polnischen Stadt Lublin der Nachrichtenagentur TASS mit, dass das Gericht den Fall Masur nicht berücksichtigen werde, da die Staatsanwaltschaft ihre Berufung auf seine Verhaftung zurückgezogen habe. Die ukrainische Menschenrechtskommissarin Ljudmila Denisowa berichtete auf ihrem Telegram-Kanal, dass Masur Bewährung gewährt wurde und er nun unter Aufsicht des ukrainischen Generalkonsuls in Lublin stehe. Sie fügte hinzu, dass Masur für die Zeit der Prüfung des Auslieferungsersuchens im ukrainischen Konsulat bleiben werde.

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