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"Wie kann die DW so schamlos lügen?" – Deutsche Welle empört russisches Außenministerium

"Wie kann die DW so schamlos lügen?" – Deutsche Welle empört russisches Außenministerium
Die Deutsche Welle (DW) leugnete ein Treffen mit Vertretern des russischen Außenministeriums. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums nannte deren Verhalten eine "unerhörte Schande". Jedoch offenbarte sie konkrete Details der Zusammenkunft und eine Überraschung.

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums Marija Sacharowa hat sich am Donnerstag zu dem Treffen von Vertretern der Deutschen Welle (DW) mit dem Außenministerium der Russischen Föderation geäußert, das nach der Untersuchung der Aufrufe zu Protesten im Sommer in Moskau stattgefunden hat. Die Behauptung der Deutschen Welle, dass es ein solches Treffen gar nicht gegeben habe, bezeichnete sie als Lüge.

Christoph Jumpelt, der Sprecher der Deutschen Welle, hatte am Mittwoch angegeben, dass ein Treffen zwischen Vertretern des Moskauer Deutsche-Welle-Büros mit dem Leiter des Pressezentrums des russischen Außenministeriums gar nicht stattgefunden habe.

 

Mitarbeiter russischer Medien sind oft nicht willkommen.

Bei einer OSZE-Konferenz in Moskau hatte Außenminister Sergei Lawrow am Mittwoch bestätigt, dass die Deutsche Welle in Russland ihre Akkreditierung behalten könne. Dabei erwähnte er, dass Vertreter des deutschen Auslandssenders bei einem Treffen mit Vertretern des russischen Außenministeriums eingestanden hatten, dass die DW in Bezug auf die nicht genehmigten Proteste in Moskau im Sommer falsch gehandelt hatte. Daraufhin versuchte der DW-Vertreter, die Aussage des Ministers zu widerlegen. 

Eine Verhängung von Sanktionen gegen die DW wäre in keiner Weise gerechtfertigt.

Auch Berichte, wonach sich die DW für ihre nicht neutrale Berichterstattung über die Proteste in Moskau im Sommer dieses Jahres entschuldigt habe, weist Jumpelt zurück. "Hierbei muss es sich um ein Missverständnis handeln."

Mehr zum Thema - Deutsche Welle befeuert Proteste in Moskau und nennt Russland Polizeistaat

Im August hatte die Staatsduma eine Sonderkommission eingesetzt, um mögliche Fälle der Einmischung von Google, Facebook, DW und der US-Botschaft während der Proteste vor den Stadtratswahlen in Moskau zu prüfen. 

Wir erwarten von den russischen Behörden, dass sie sicherstellen, dass alle DW-Korrespondenten in Russland Informationen frei und uneingeschränkt verbreiten können", hatte Rundfunksratsmitglied Karl Jüsten in dem Zusammenhang gefordert.

Dabei hatte die Deutsche Welle ihre "Informationsverbreitung" über das journalistische Feld hinaus betrieben und unter anderem am 27. Juli, dem Tag der nicht genehmigten Proteste in Moskau, per Twitter den Aufruf veröffentlicht: "Moskau, geh auf die Straße!"

Dem Tweet ist ein Video von Demonstranten angefügt, die "Moskau, geh auf die Straße!" skandieren. Allerdings wurde der Protestaufruf nicht durch Anführungszeichen als Zitat gekennzeichnet. Auch bei der Berichterstattung über die Kundgebungen und deren Anlass hat sich die Deutsche Welle besonders hervorgetan und einseitig berichtet, während der Sender auf Twitter eher aktivistisch als journalistisch zu agieren schien, indem unter anderem organisatorische Details zu den Protestaktionen veröffentlicht wurden.

Jumpelt behauptete am Mittwoch weiter, dass ein Treffen zwischen Verantwortlichen der DW und dem russischen Außenministerium, bei dem die Deutsche Welle zumindest teils falsche Handlungen eingestanden hatte, gar nicht erst stattgefunden habe.

Wir möchten folgendes klarstellen: Ein solches Treffen hat nicht stattgefunden. Die DW hat darüberhinaus keinen Anlass, sich für die objektive journalistische Arbeit ihrer Korrespondenten und Redakteure zu entschuldigen", hieß es auch auf der deutschen Version der DW-Website.

Doch berichtet Sacharowa auf ihrem Facebook-Account sehr detailliert von den Umständen des Treffens:

Genau vor einem Monat, am 7. Oktober 2019, im Gebäude des russischen Außenministeriums, Corpus 1, am Smolenskaja-Sennaja-Platz, gab es ein Treffen des stellvertretenden Direktors der Informations- und Presseabteilung Alexander Bikantow mit dem Hauptkorrespondenten des Moskauer DW-Büros, Juri Rescheto.

Das Treffen begann um 16 Uhr. Raum 129. Tee und Kaffee wurden serviert. Möchten Sie wissen, ob es irgendwelche Kekse gab? Ja, klar. Wir haben für sie aufgetischt.

In Bezug auf den von der Deutschen Welle selbst ausgesprochenen Freispruch, eine Entschuldigung für die Einmischung sei nicht nötig, zeigte sich Sacharowa angesichts der Leugnung empört:

Nein, die DW muss sich dafür nicht entschuldigen. Sie sollte sich nach diesem Vorfall auflösen. Es ist eine unerhörte Schande.

Doch die Außenamtssprecherin verwies auch darauf, dass das Treffen zwischen dem Leiter des Pressezentrums des russischen Außenministeriums und dem Vertreter des Moskauer Büros der Deutschen Welle dokumentiert worden sei.

Ich wusste, dass dies eine Überraschung für die DW sein würde, aber wir sind bereit.

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