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Ukraine: Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko des Verrats und der Veruntreuung bezichtigt

Ukraine: Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko des Verrats und der Veruntreuung bezichtigt
Gegen den Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko wurde ein Strafverfahren wegen Verrats und Veruntreuung von Budgetgeldern eingeleitet. Einige sehen in dem Schritt den bloßen Versuch der neuen ukrainischen Regierung, den ehemaligen Boxer von seinem Posten abzusetzen.

Früher wurde er von Schiedsrichtern im Boxring beurteilt, nun könnte er aber für seine politischen Aktivitäten vor einem tatsächlichen Richter landen. Gegen Vitali Klitschko wurde ein Strafverfahren wegen Verrats und Veruntreuung von Budgetgeldern in der Funktion als Bürgermeister von Kiew eingeleitet.

Das Nationale Anti-Korruptions-Büro nahm Klitschko und zwei seiner Stellvertreter nach Beschwerden ukrainischer Abgeordneter ins Visier, die das Trio des Machtmissbrauchs beim Wiederaufbau einer Brücke in der ukrainischen Hauptstadt verdächtigten. Die Anschuldigung lautet, dass die Vertreter der Stadt absichtlich die Kosten der für das Projekt verwendeten Mittel zu hoch angesetzt hätten.

Der dreimalige Boxweltmeister wurde außerdem des Verrats beschuldigt, da er angeblich mit Budgetgeldern der Stadt Kiew illegal Privatpersonen bereichert sowie unbefugte Landübernahme und andere illegale Maßnahmen erlaubt haben soll.

Das Verfahren gegen den Bürgermeister wurde inmitten monatelanger erfolgloser Versuche der Regierung des neuen Präsidenten der Ukraine Wladimir Selenskij eingeleitet, Klitschko aus dem Amt zu entlassen.

Der Kiewer Bürgermeister wies alle Vorwürfe entschieden zurück und bezeichnete den Vorwurf des Verrats als "lächerlich".

Als erfolgreicher Athlet mit einer großen Fangemeinde wurde Klitschko zu einem der größten Stars des Maidan-Aufstandes in Kiew, der im bewaffneten Staatsstreich vom Februar 2014 gipfelte. Damals schlossen sich Tausende Menschen gewalttätigen Straßenprotesten an, die zum Sturz des demokratisch gewählten Präsidenten Wiktor Janukowitsch führten.

Wenige Monate später gewann der ehemalige Boxer die Wahl zum Bürgermeister von Kiew mit 57 Prozent der Stimmen. Zuerst war es eher eine formelle Position, doch seine Macht wurde stark erweitert, als der Oligarch und damals amtierende Präsident Petro Poroschenko Klitscho außerdem zum Leiter der Verwaltung der Hauptstadt machte.

Als Poroschenko im April dieses Jahres als Präsident abgewählt wurde, beschloss Klitschko, seinen Posten zu behalten und wurde zu einem echten Problem für die neue Regierung. Kurz darauf stimmte die Regierung jedoch dem Antrag des neuen Präsidenten zu, Klitschko im Juli zu entlassen. Der Bürgermeister argumentierte jedoch, dass die Entscheidung rechtswidrig sei und reichte eine Klage gegen sie ein, die sich noch in der Prüfung befindet.

Mehr zum Thema - Ukraine: Präsident wirft Poroschenko-Außenminister Sabotage vor

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