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Greenpeace: Deutschland exportiert erneut Atommüll nach Russland

Greenpeace: Deutschland exportiert erneut Atommüll nach Russland
Archivbild
Greenpeace Russland kritisiert die Atomfirma Urenco, welche den Transport von Atommüll aus der Urananreicherungsanlage Gronau (Nordrhein-Westfalen) nach Russland wieder aufgenommen hat. Der Transport ist vor zehn Jahren nach Protesten eingestellt worden.

Urenco Deutschland, Betreiber der einzigen deutschen Urananreicherungsanlage, hatte abgereichertes Uranhexafluorid bereits Anfang der 2000er-Jahre nach Russland transportiert. Die Abfälle wurden in Sibirien falsch gelagert. Der Großteil der giftigen Substanzen lagerte in Behältern unter freiem Himmel. Nach einer Protestwelle von Umweltschützern sind die Transporte im Jahr 2009 eingestellt worden.

Die Umweltorganisation Greenpeace Russland behauptete am Mittwoch, Urenco habe die Transporte im Mai 2019 wieder aufgenommen. Als Beweis für die Wiederaufnahme verweist Greenpeace auf einen Brief des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen. Laut dem Schreiben sollen bis zum Jahr 2022 etwa 20 Züge 12.000 Tonnen Atommüll nach Russland bringen.

Die Organisation fordert, die Einfuhr von Atommüll unverzüglich einzustellen und die Verantwortlichen für den Abschluss illegaler Vereinbarungen zu bestrafen.

Der Greenpeace-Russland-Experte Raschid Alimow erklärte:

Formal werden die Substanzen nicht als radioaktiver Abfall, sondern als Material zur Wiederanreicherung nach Russland importiert. Wir sind jedoch der Meinung, dass dies alles andere als eine Wiederanreicherung ist. Etwas wird natürlich wiederangereichert und kommt wieder nach Deutschland zurück. Aber etwa 90 Prozent der Masse sind nicht mehr recycelbar und verbleiben in Russland, in der Stadt Nowouralsk. 

Auch der Linken-Politiker Hubertus Zdebel kritisierte die Lieferungen:

Bei dieser Neuauflage der Russland-Exporte geht es offenkundig darum, dass erhebliche Mengen Atommüll in Russland billig entsorgt werden. 

Urenco seinerseits erklärt, der Export unterliege keinen Beschränkungen. Die Anlagen in Russland entsprächen den internationalen Standards.

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