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Zu weiß, zu Mittelklasse: "Extinction Rebellion" will Aktivisten aus der Unterschicht gewinnen

Zu weiß, zu Mittelklasse: "Extinction Rebellion" will Aktivisten aus der Unterschicht gewinnen
Weiße Mittelschicht auf der Straße: Demonstration von "Extinction Rebellion" in der vergangenen Woche in London
Die sogenannten Klimaaktivisten von "Extinction Rebellion" in Großbritannien suchen Nachwuchs. Nicht irgendwo, sondern in der Arbeiterklasse und unter ethnischen Minderheiten. Beide Gruppen seien in der Bewegung dramatisch unterrepräsentiert.

Die Bewegung "Extinction Rebellion (XR)" hat Pläne ausgearbeitet, um Aktivisten aus der Unterschicht und aus ethnischen Minderheiten zu gewinnen. Damit soll das bürgerlich-weiße Erscheinungsbild der Bewegung verändert werden. Das berichtet die Mail on Sunday, die das Dokument nach eigenen Angaben einsehen konnte.

Demnach heißt es in dem Text, der unter der Überschrift "Ansage an die Arbeiterklasse" steht:

Kommst Du aus der Arbeiterklasse? Wir brauchen Dich! Wir sind unglaublich daran interessiert, die sozioökonomische Vielfalt von XR zu erhöhen. Wenn Du arm oder aus der Arbeiterklasse und bereits Mitglied bist, kontaktiere uns bitte.

Interne Sitzungsprotokolle hätten, so die Zeitung, hervorgehoben, "dass Behinderte und farbige Menschen nicht vertreten sind". Bereits im Juni hätte ein Mitglied der Bewegung vorgeworfen, dass man sich mit konventionellen Mitteln bei Minderheiten anzubiedern versuche. Das Mitglied beklagte:

(…) die fast völlige Abwesenheit von Arbeitern im Londoner Büro und das massive Vertretensein von Oxbridge-Absolventen.

Ein anderes Mitglied ermahnte "Extinction Rebellion", die Bewegung müsse "weniger hippy klingen". 

Die Mail on Sunday veröffentlichte auch Einzelheiten zu der finanziellen Unterstützung, die die Bewegung ihren Aktivisten bietet. Diese können sich Lebenshaltungs- und Reisekosten erstatten lassen. Derartige Zahlungen könnten bis zu 400 Pfund in der Woche betragen. Die Zeitung nennt einige Aktivisten namentlich und veröffentlicht die von ihnen bezogenen Summen.

Laut der Zeitung geht in der Bewegung die Sorge um, dass der lockere Umgang mit dem Geld, für das keine Steuern und Versicherungsbeiträge abgeführt werden, zu Ärger mit den Behörden führen könnte.

"Extinction Rebellion" hatte in der vergangenen Woche den Verkehr in der britischen Hauptstadt durch das Besetzen von Straßen, Brücken und Flughäfen teilweise lahmgelegt. Mehr als 1.000 sogenannte Klimaaktivisten wurden dabei festgenommen. Neben anderen Städten war auch Berlin Ziel von Aktionen der Gruppe.

Dabei zog die Bewegung wiederholt Spott auf sich, etwa als Bilder eines schlecht versteckten Dieselgenerators bekannt wurden, der das Berliner Protestcamp mit Strom versorgte. Auch die betont theatralischen Auftritte von "Extinction Rebellion" wurden in den sozialen Netzwerken verspottet.

Mehr zum Thema - Die Politisierung der Klimatologie beenden

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