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Sprachenstreit in Südtirol: Aufregung über Europagesetz in Rom

Sprachenstreit in Südtirol: Aufregung über Europagesetz in Rom
Symbolbild
Ein Gesetz zur Übernahme von EU-Normen in Südtirol hat in Italien riesige Aufregung ausgelöst. In dem Entwurf, den der Landtag der mehrheitlich deutschsprachigen Provinz Ende voriger Woche verabschiedete, fehlt nämlich der italienische Name für Südtirol.

Die italienische Bezeichnung für Südtirol lautet "Alto Adige" ("Obere Etsch"), nach dem dortigen Alpenfluss. Der italienische Regionalminister Francesco Boccia forderte die Südtiroler auf, den Entwurf zu ändern, sonst werde das Gesetz angefochten. 

Die Sprachenfrage hat in der nördlichsten Provinz Italiens politische Brisanz. Österreich hatte diese nach dem Ersten Weltkrieg an Italien abtreten müssen. Danach wurden die Deutschsprachigen dort jahrzehntelang diskriminiert. Heute genießt Südtirol, dessen Bewohner noch zu knapp 70 Prozent deutschsprachig sind, ein Autonomiestatut.

Die amtliche Bezeichnung des Gebiets ist "Autonome Provinz Bozen – Südtirol". In der italienischen Fassung des Gesetzentwurfs ist nun nur von "Provincia di Bolzano" die Rede, während in der deutschen Version "Südtirol" steht. Die italienische Partei Fratelli d'Italia nannte das "skandalös". Alessandro Urzí, Landtagsabgeordneter der Partei L'Alto Adige nel cuore (dt.: Südtirol im Herzen) sprach von einer "anti-italienischen Sprachsäuberung" in Südtirol. Damit wolle man die Identität der italienischen Gemeinschaft in Südtirol vernichten.

Dagegen forderte die Partei Süd-Tiroler Freiheit, den "unsäglichen" Begriff "Alto Adige" ganz abzuschaffen.

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(rt deutsch / dpa)

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