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Die Mythen polnischer Nationalisten: Holocaust-Verdrehungen und erfundene Opfer

Die Mythen polnischer Nationalisten: Holocaust-Verdrehungen und erfundene Opfer
Symbolbild: Polnische Nationalisten tragen bei einer Demonstration einen Trauerkranz als Symbol für den angeblichen Verlust polnischer Werte, Warschau, Polen, 11. November 2015.
Das "Warschauer Konzentrationslager" ist eine Pilgerstätte für polnische Nationalisten. Diese gedenken dort polnischer, nicht-jüdischer Opfer in Zeremonien und Erinnerungstafeln. Die 200.000 Opfer und der Ort sind aber frei erfunden. Der Holocaust wird zum Polocaust.

Ein englischer Eintrag bei Wikipedia über die angeblichen Opfer im Warschauer Konzentrationslager hielt sich 15 Jahre lang: 

Die erste Vergasung fand dort am 17. Oktober 1943 statt und tötete mindestens 150 Polen, die in einer Straßenrunde gefangen worden waren, und ungefähr 20 belgische Juden. Die Leichen, mehr als 212.000, hauptsächlich Polen und mehrere Tausend Nicht-Polen,  wurden entweder in Krematorien oder unter freiem Himmel (auch in einem ehemaligen Sportstadion) eingeäschert oder einfach während des systematischen Abrisses des ehemaligen Ghettos unter zusammengebrochenen Gebäuden begraben. 

In der polnischen Hauptstadt gab es von den deutschen Besatzern ein errichtetes Lager mit dem Namen KL Warschau. Es war vielmehr ein Verbund kleinerer Lager, die sich über die Stadt verteilten.

Proteste am 11. Mai in Warschau gegen die Forderung zur Wiedergutmachung für enteignete jüdische Überlebende des Holocausts.

Die Leiterin des Zentrums für die Erforschung des Holocaust in Polen von Yad Vashem, Dr. Havi Dreifuss, sagt dazu:

In der Tat wurde in Warschau ein Konzentrationslager auf den Ruinen des Ghettos errichtet, und jüdische Gefangene – hauptsächlich aus Ungarn, Griechenland und Italien – wurden dorthin gebracht, um beim systematischen Abbau von Überresten des jüdischen Ghettos zu helfen. Das hat aber nichts mit dieser unbegründeten Geschichte zu tun, dass 200.000 Polen in Gaskammern ermordet wurden – eine Geschichte, die heute leider an Bedeutung gewinnt, wenn in Polen versucht wird, die Geschichte des Holocaust zu verfälschen. 

Die falschen Fakten werden als wahr verkauft, indem behauptet wird, dass "die Akten des Lagers verbrannt wurden". Die Opfer seien in Eisenbahntunneln vergast worden. Deshalb sei so wenig darüber bekannt. 

Fakt ist, dass bei dem polnischen Aufstand 1944 insgesamt 200.000 Polen ums Leben kamen. Die weiteren fiktiven Todesfälle würde die polnische Opferzahl Warschaus auf 400.000 erhöhen. Diese entspräche fast der Zahl der jüdischen Opfer, die im Warschauer Ghetto ermordet wurden. Die tatsächliche Opferzahl im KL Warschau soll zwischen 4.000 bis 20.000 liegen. 

Holocaust-Historiker sprechen von "gefälschter Geschichte" und "Verschwörungstheorien". Den Fehler bei Wikipedia entdeckte ein israelischer Redakteur namens Icewhiz. Erst in diesem Jahr, nach 15 Jahren, wurde der Wikipedia-Eintrag geändert.

Die falschen Inhalte hatten sich jedoch schon auf andere Wikipedia-Seiten wie "Naziverbrechen an der polnischen Nation" weiterverbreitet. Die Korrektur könnte Jahre dauern und ist ein Kampf gegen Windmühlen. Denn die nationalistischen Kräfte in Polen sind bemüht, den Holocaust für ihre Zwecke zu nutzen. Laut ihrer Narrative waren sie das Hauptopfer der deutschen Nazis und versuchen, die polnische Opferrolle auszuschlachten. Diese untermauert auch die geforderten Entschädigungszahlungen in Milliardenhöhe an die Deutschen. 

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