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Polizistenmörder von Paris war Islam-Konvertit

Polizistenmörder von Paris war Islam-Konvertit
Polizisten vor der Pariser Polizeipräfektur am Donnerstag
Der Mann, der am Donnerstag in Paris vier Polizisten erstach, war nach Informationen des französischen Fernsehens zum Islam konvertiert. Seine Frau wurde mittlerweile in Gewahrsam genommen. Bislang gibt es keine offiziellen Aussagen über die Motive des Täters.

Der Angreifer, der am Donnerstag bei einer Messerattacke in einer Polizeistation in Paris vier Menschen tötete, war vor etwa 18 Monaten zum Islam konvertiert. Das berichtet der Fernsehsender BFM TV.

Ein Logo der Polizeistation, Paris, Frankreich.

Der Angriff fand im Zentrum der französischen Hauptstadt unweit der Kathedrale Notre-Dame statt. Bei dem Täter soll es sich um einen 45-jährigen IT-Mitarbeiter der Polizeiverwaltung gehandelt haben. Nach Medieninformationen war der Mann in der Abteilung "Direction de Renseignement" der Behörde eingesetzt, die unter anderem den Kampf gegen Terrorbedrohungen koordiniert.

Er soll taubstumm gewesen sein. Nach Aussage von Innenminister Christophe Castaner habe der Angreifer "niemals Verhaltensstörungen" und "keine Warnsignale" gezeigt.

Der Angriff wurde dem Vernehmen nach mit einem Keramikmesser ausgeführt, das unbemerkt durch die Sicherheitskontrolle gelangen könne. Bei den Opfern soll es sich um Polizisten handeln, drei Männer und einer Frau, darunter der direkte Vorgesetzte des Angreifers.

Der Täter wurde von einem Polizisten durch einen Kopfschuss getötet, nachdem er sich geweigert hatte, das Messer fallenzulassen.

Auf Twitter wurde über ein terroristisches Motiv des Täters spekuliert. Angeblich sei er zu seinem Chef bestellt worden, um zu erklären, warum er Frauen nicht mehr mit Handschlag begrüße.

Die Behörden haben sich bislang noch nicht zum Motiv des Täters geäußert. Die zuständige Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet. Chefermittler Rémy Heitz erklärte, dass die Wohnung des mutmaßlichen Täters durchsucht worden sei. Nach Angaben aus Justizkreisen wurde die Frau des Täters in Gewahrsam genommen.

Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron besuchte den Tatort und bekundete den Mitarbeitern der Polizei seine Solidarität. Die Nationalversammlung legte für die Opfer eine Schweigeminute ein.

Deutsche Medien berichteten zurückhaltend und nicht immer zutreffend über das Verbrechen. So sprach das ZDF am Abend fälschlicherweise von einem ehemaligen Mitarbeiter. Die Konversion des mutmaßlichen Täters zum Islam wurde nicht erwähnt.

Am Freitagmorgen erklärte die Regierungssprecherin Sibeth Ndiaye gegenüber France Info, die Pariser Staatsanwälte hätten beschlossen, eine Morduntersuchung wegen Tatsachen einzuleiten, "die in dieser Phase der Ermittlungen nicht unter den Terrorismus fallen."

France Info und BFM TV berichteten ebenfalls am Freitag, dass die Frau des Angreifers der Polizei von "Visionen" und "inkohärenten Aussagen" ihres Mannes erzählt habe.

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