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Nach Wahldebakel: Heinz-Christian Strache lässt FPÖ-Mitgliedschaft ruhen

Nach Wahldebakel: Heinz-Christian Strache lässt FPÖ-Mitgliedschaft ruhen
Heinz-Christian Strache gab am Dienstagvormittag eine persönliche Erklärung in einer Weinbar in der Wiener Innenstadt ab. Dabei verkündete er "völligen Rückzug aus der Politik".
Die enormen Verluste der FPÖ bei der Parlamentswahl in Österreich veranlassten Ex-Parteichef Heinz-Christian Strache, seine Mitgliedschaft bei den Freiheitlichen ruhen zu lassen. Das teilte der 50-Jährige am Dienstag mit. Er zieht sich aus der Politik zurück.

Er lässt nicht nur die Parteimitgliedschaft ruhen, sondern strebe auch kein weiteres politisches Amt an, wird Strache von der österreichischen Nachrichtenagentur APA zitiert. Der 50-Jährige kündigte zudem einen "völligen Rückzug aus der Politik" an. Er will jegliche politische Aktivitäten einstellen. Damit widerspricht er Berichten und Gerüchten der letzten Tage, wonach der frühere FPÖ-Chef mit einer eigenen Partei bei der Wiener Landtagswahl antreten könnte. 

HC Strache am 18. Mai 2019 bei einer Pressekonferenz in Wien, wo er seinen Rücktritt erklärt

Er wolle jeden weiteren Schaden von der FPÖ abwenden und "eine Zerreißprobe und Spaltung" der Partei verhindern, sagte Strache am Dienstagvormittag in einer Weinbar in der Wiener Innenstadt. Es sei wichtig, dass die FPÖ ein bedeutender Faktor in der österreichischen Politik bleibe.

Vermehrt unter Druck nach Wahldebakel der Partei 

Strache war seit Sonntagabend nach der Nationalratswahl innerparteilich vermehrt unter Druck geraten. Ihm wurde sehr deutlich eine große Mitschuld am Wahldebakel der rechten FPÖ gegeben. Mit dem Ibiza-Video und zuletzt Spesenvorwürfen, die ausgerechnet eine Woche vor der Wahl publik wurden, sorgte seine Partei für negative Schlagzeilen. Diese führten dazu, dass die Freiheitlichen einen Absturz von rund zehn Prozentpunkten erlebten. Die FPÖ kam auf nur 16,2 Prozent, während sie bei der Wahl 2017 noch rund 25,9 Prozent erreicht hatte. 

Die Staatsanwaltschaft Wien ermittelt gegen Strache wegen des Verdachts der Untreue. Er soll möglicherweise Spesen falsch abgerechnet haben. Der ehemalige Parteivorsitzende bestreitet die Vorwürfe gegen ihn bisher vehement. Die Wiener FPÖ hatte wegen Spekulationen über angebliche Unregelmäßigkeiten bei Abrechnungen bereits eine Sonderprüfung vornehmen lassen. Strache soll etwa seitens der Wiener Landespartei einen "Mietzuschuss" in Höhe von 2.500 Euro monatlich erhalten haben.

Mit diesem Schritt kommt der Ex-Parteichef Maßnahmen des Bundesparteivorstands am Nachmittag zuvor, in dem ihm die Suspendierung oder der Ausschluss offenbar gedroht hatte. Die Partei will zudem auch Konsequenzen aus der Wahlschlappe der FPÖ beraten.

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