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Handel mit Russland: Katharina-Forum will Geschäftspartner vermitteln

Handel mit Russland: Katharina-Forum will Geschäftspartner vermitteln
Handel mit Russland: Katharina-Forum will Geschäftspartner vermitteln
Sachsen-Anhalt und Russland teilen nicht nur die Geschichte von Katharina der Großen, sondern sind auch wirtschaftlich eng verbunden. Seit Jahren erschweren aber Sanktionen den wirtschaftlichen Austausch. Kann ein zweitägiges Forum in der kommenden Woche helfen?

Sachsen-Anhalt als Verbindungspunkt zwischen Deutschland und Russland: Das Katharina-Forum will bei seinem bevorstehenden Dialog in Zerbst/Anhalt für die Herausforderungen durch die bestehenden Wirtschaftssanktionen sensibilisieren und neue Perspektiven eröffnen. Die Veranstaltung wird vom 30. September bis zum 1. Oktober stattfinden. Eröffnet wird das Treffen bereits am Sonntagabend mit einem Empfang. Erwartet werden unter anderem der Gesandte der Russischen Botschaft, Andrei Sobolew, der Leiter der deutschen Repräsentanz der Handels- und Industriekammer Russlands, Sergei Nikitin, Delegationen aus den russischen Regionen Omsk und Uljanowsk sowie Start-ups und Unternehmen aus Russland und Sachsen-Anhalt.

Wirtschaftsvertreter beider Länder wollen in Zerbst bei einem "Speed-Dating" etwa über erneuerbare Energien, digitale Transformation und Agrarwirtschaft reden. Das zum zweiten Mal stattfindende Event wird vom Wirtschaftsministerium Sachsen-Anhalts und der Stadt Zerbst/Anhalt organisiert. Der Schirmherr des Forums ist Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff. Die Namensgeberin ist die russische Zarin Katharina II., die als Prinzessin in Zerbst aufgewachsen ist.

Russland ist, vor allem hinsichtlich der Importe, ein bedeutender Handelspartner für Sachsen-Anhalt", teilte die Staatskanzlei in Magdeburg vor Beginn der Tagung der Deutschen Presse-Agentur mit.

Viele kleine und mittlere Unternehmen hätten enge Beziehungen zu Russland. Für diese könnten aber die bestehenden gegenseitigen Sanktionen ein Problem sein, hieß es weiter.

Ziel ist es, Kontakte für zukünftige Geschäfte zu knüpfen und damit der langen Tradition deutsch-russischer Beziehungen neue Impulse zu geben", teilte das Wirtschaftsministerium Sachsen-Anhalts mit.

Die EU-Strafmaßnahmen gegen Russland haben vor allem der ostdeutschen Wirtschaft geschadet. So soll das deutsch-russische Handelsvolumen in Sachsen-Anhalt zwischen 2013 und 2018 nach Angaben des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft um 24 Prozent gesunken sein. Im Export-Ranking belegt der russische Markt seit den 1990er-Jahren einen eher nachrangigen Platz. Beim Import liegt Russland hingegen mit großem Abstand auf Rang Eins. Nicht alle Güter, die zwischen Deutschland und Russland ausgetauscht werden, sind mit Sanktionen belegt.

Obwohl die politischen Beziehungen nach wie vor schwierig und angespannt sind, hat sich die deutsche Wirtschaft als stabile Brücke zwischen unseren beiden wichtigen Ländern bewährt", teilte der Vorstandsvorsitzende der Deutsch-Russischen Außenhandelskammer (AHK) in Moskau, Matthias Schepp, mit.

Russland sei als Investitionsstandort trotz aller Schwierigkeiten deutlich besser als sein Ruf. Ein wirtschaftliches "Anbandeln" beider Länder wäre gewinnbringend für alle. (dpa)

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