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UEFA will nichts gesehen haben: Hitlergruß und Nazisymbole während EM-Qualifikationsspiel in Ukraine

UEFA will nichts gesehen haben: Hitlergruß und Nazisymbole während EM-Qualifikationsspiel in Ukraine
Symbolbild: Ukrainische Fans entzünden Bengalos während des Spiels gegen Litauen (Vilnius, 7. September 2019)
In Videos aus dem Stadion in Lwiw während des EM-Qualifikationsspiels zwischen der Ukraine und Serbien ist zu sehen, wie ukrainische Fans den Hitlergruß zeigen. Vor dem Spiel trugen Teilnehmer einer Kundgebung Nazisymbole. Die UEFA ermittelte – allerdings nicht deswegen.

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Auf Videoaufnahmen aus dem Stadion in Lwiw ist zu sehen, wie ukrainische Fußballfans während des EM-Qualifikationsspiels Ukraine gegen Serbien den Hitlergruß zeigen. Das Spiel fand bereits am 7. Juni dieses Jahres statt und endete mit einem deutlichen 5:0-Sieg der Ukraine. Im Vorfeld der Begegnung war das Spiel zu einem Sicherheitsrisikospiel eingestuft worden, weswegen keine Karten für den serbischen Fußballverband zur Verfügung standen.

Neben den Videos aus dem Stadion kursiert weiteres Bildmaterial im Internet, das Szenen aus einer Kundgebung vor dem Spiel zeigt. In dieser Kundgebung, die von ukrainischen und kroatischen Fans organisiert wurde, sind deutlich Neonazisymbole zu erkennen. Man achte im folgenden Videoausschnitt insbesondere auf die Fahnen:

RT Deutsch hat die UEFA daraufhin in einer Mail angefragt, wie der Verband die Vorkommnisse kommentiert und ob eine Untersuchung in die Wege geleitet wurde.

Die Antwort der UEFA, die wir hier im kompletten Wortlaut wiedergeben, spricht für sich:

Anklagen gegen die Ukraine: Zünden von Feuerwerkskörpern - Art. 16 (2) DR, Werfen von Gegenständen - Art. 16 (2) DR, Treppen blockiert - Art. 38 Sicherheitsverordnung, Verbrennen eines Objekts - Art. 16 (2) DR. Die Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkammer hat entschieden: Geldbuße in Höhe von 15.250 € gegen den ukrainischen Fußballverband wegen des Aufflammens von Feuerwerkskörpern und wegen der Blockade von Treppen; das Disziplinarverfahren gegen den ukrainischen Fußballverband wegen des Werfens von Gegenständen einzustellen. Was Ihre Frage betrifft, so wurde in den Berichten der Spielbeamten nichts erwähnt.

Mit anderen Worten: Dieselbe UEFA, die in der Regel sehr schnell interveniert, wenn es um rassistische Vorfälle in europäischen Stadien geht, und die sich in millionenschweren Werbekampagnen gegen Diskriminierung ausspricht, will von den Vorkommnissen während des Spiels und auch von der Kundgebung vor dem Spiel nichts mitbekommen haben. Das überrascht. Denn wie aufmerksam die UEFA-Spielbeamten gemeinhin sind, belegt unter anderem eine Lappalie aus dem Jahr 2012. Seinerzeit musste der Deutsche Fußball-Bund (DFB) eine Geldstrafe von 10.000 Euro zahlen, weil einige deutsche Fans während eines Spiels gegen Portugal Papierkugeln auf das Spielfeld geworfen hatten.

Dass es auch durchaus anders geht, bewies der Weltfußballverband FIFA im Jahr 2016. Damals verdonnerte man den ukrainischen Fußballverband (FFU) zu einer Strafe in Höhe von rund 56.000 Euro. Der Auslöser waren Nazi-Parolen, die ukrainische Fußballfans während eines Freundschaftsspiels gegen Serbien gerufen hatten.

Für das Rückspiel zwischen der Ukraine und Serbien am 17. November dieses Jahres in Belgrad haben sich die beiden nationalen Verbände darauf geeinigt, keine Karten für die serbischen Fans zur Verfügung zu stellen.

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