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Illegale Migration per Flugzeug nimmt zu – Kurioser Fall verkleideter Syrer sorgt für Aufsehen

Illegale Migration per Flugzeug nimmt zu – Kurioser Fall verkleideter Syrer sorgt für Aufsehen
Separate Schalter für Reisende mit EU- und Nicht-EU-Pass am Dubliner Flughafen in Irland: Einer der größten Vorteile eines EU-Passes ist die Reisefreiheit.
Über die sogenannte Westbalkanroute ist es fast unmöglich, unerlaubt in die EU einzureisen. Viele Migranten versuchen deshalb, direkt aus Griechenland per Flugzeug in andere EU-Länder zu gelangen. Ein aktueller Fall zeigt, was manch einer sich hierfür so ausdenkt.

Am Wochenende sorgte eine Meldung aus Griechenland für Aufsehen: Zehn Migranten aus Syrien hätten am Samstag versucht, als Volleyballer verkleidet einen Flieger von Athen in die Schweiz zu besteigen. Wie die griechische Polizei am Sonntag mitteilte, seien die Männer als Spieler einer Mannschaft aufgetreten, hätten alle identische Trainingsanzüge getragen, Sporttaschen und sogar zwei Bälle bei sich gehabt. Sie wollten vom internationalen Eleftherios-Venizelos-Flughafen Athen nach Zürich reisen.

Doch die griechische  Polizei wurde auf ihre vorgezeigten ukrainischen Pässe aufmerksam. Nach genauer Kontrolle kam heraus, dass sie teils gefälschte, teils als gestohlen gemeldete Dokumente bei sich hatten. Die Männer wurden festgenommen, die Polizei veröffentlichte am Sonntag ein Bild der vermeintlichen Volleyballmannschaft.

In den letzten Jahren ist ein Anstieg illegaler Migration über den Luftweg zu verzeichnen. Denn über die sogenannte Westbalkanroute ist es nun fast unmöglich, unerlaubt bis nach Österreich oder Deutschland zu gelangen. In den Jahren 2015 und 2016 hatten es noch Hunderttausende Migranten über diesen Weg bis in die Europäische Union geschafft. Länder wie Nordmazedonien und Serbien gehen jedoch seit Monaten mit strengen Kontrollen gegen illegale Migration vor.

Flüchtlingslager Nizip nahe der türkisch-syrischen Grenze in der Provinz Gaziantep, Türkei, 30. November 2016.

Seit Mai dieses Jahres bewacht zudem die EU-Grenzschutzbehörde Frontex in Albanien gemeinsam mit einheimischen Kräften die Grenze zu Griechenland. Auch mit Nordmazedonien, Serbien und Bosnien-Herzegowina ist eine solche Kooperation vereinbart, demnächst soll die gemeinsame "Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität", wie es von Frontex heißt, umgesetzt werden. Deshalb versuchen nun viele Migranten verstärkt, bereits aus Griechenland per Flugzeug weiter nach Mitteleuropa zu reisen. Auch andere Mitgliedsländer an der Außengrenze der EU rücken zunehmend in den Fokus. 

Nach Informationen der Welt am Sonntag fielen in den ersten sieben Monaten dieses Jahres 6.175 Fälle auf, in denen Ausländer ohne gültige Reisedokumente oder Visum ins Land kamen. Im Gesamtjahr 2018 waren es demnach 10.289 unerlaubte Einreisen per Flugzeug. Etwas mehr als die Hälfte betraf Flüge aus anderen Staaten des Schengen-Raums. Einen Schwerpunkt bildete dabei Griechenland. Illegale Einreisen per Flugticket aus Italien und Spanien sind aber auch zu verzeichnen. Nach Angaben der Sicherheitsbehörden sei aber von einer viel größeren Dunkelziffer auszugehen. Denn bei Flügen aus Schengen-Staaten gibt es fast gar keine Kontrollen, illegal Eingereiste können dadurch unentdeckt bleiben.  

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