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Bosnien-Herzegowina: Pflegepersonal verlässt in Scharen das Land in Richtung Westeuropa (Video)

Bosnien-Herzegowina: Pflegepersonal verlässt in Scharen das Land in Richtung Westeuropa (Video)
Bosnien-Herzegowina ist mit einer beispiellosen Abwanderungswelle konfrontiert. Vor allem sehr gut ausgebildete Krankenschwestern mit Erfahrung verlassen in Scharen das kleine Westbalkanland. Die Ursachen sind vielfältig. Großer Profiteur ist Deutschland.

Über 170.000 Menschen sollen nach Angaben der Nichtregierungsorganisation "Union für nachhaltige Rückkehr und Integration" allein von 2013 bis Ende 2018 Bosnien-Herzegowina (rund 3,5 Millionen Einwohner) verlassen haben. Vor allem die massenhafte Abwanderung im Gesundheitswesen ist laut Experten das größte Problem des kleinen Westbalkanlandes. Durch erleichterten Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt oder Programme zur Vermittlung von ausgebildetem Krankenpflegepersonal scheint die deutsche Politik die Abwanderung regelrecht anzuheizen.

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Politik in Bosnien-Herzegowina bemüht sich indes nicht konsequent, den Exodus zu stoppen. Vetternwirtschaft und Korruption prägen das Land. Die Gehälter im Gesundheitswesen sind niedrig. Die Wirtschaft des Landes selbst hat sich auch ein Vierteljahrhundert nach dem Bürgerkrieg Anfang der 90er Jahre noch nicht erholt. Mit fragwürdigen Privatisierungen sind die großen Betriebe aus der Vorkriegszeit fast alle ruiniert worden. Die drei Völker – Bosniaken, Serben und Kroaten – sind zudem seit dem Zerfall Jugoslawiens und dem Krieg mit über 100.000 Toten und mehr als zwei Millionen Flüchtlingen durch den stark ausgeprägten Nationalismus immer noch tief gespalten.

Der Zugang zu den zur Verfügung stehenden Arbeitsplätzen hängt stark von der Mitgliedschaft in einer, meist nationalistischen, Partei ab. Die Jüngeren und sehr gut Ausgebildeten wollen das nicht mehr hinnehmen. Der Braindrain wird laut Experten verheerende Folgen für die gesamte Region haben.

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