icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

Nord Stream 2: Drei Viertel der Erdgas-Pipeline durch die Ostsee verlegt

Nord Stream 2: Drei Viertel der Erdgas-Pipeline durch die Ostsee verlegt
Arbeiter in der russischen Stadt Kingissepp setzten zwei Röhrenabschnitte für Nord Stream 2 zusammen (5. Juni 2019).
Ab nächstem Jahr soll russisches Erdgas durch die Nord-Stream-2-Pipeline nach Deutschland fließen. Die USA wollen das Projekt verhindern, das nun in seine Endphase geht. Die Verantwortlichen rechnen trotz Washingtons Widerstand mit einer pünktlichen Inbetriebnahme.

Fast 2.000 Kilometer der Nord-Stream-2-Pipeline wurden inzwischen auf dem Grund der Ostsee verlegt. Durch die Röhre soll ab Ende kommenden Jahres Erdgas aus Russland in die Europäische Union transportiert werden.

Der Bau der Gasleitung Nord Stream 2 geht weiter. Bisher wurden 1.882 Kilometer Rohre entlang des Bodens der Ostsee verlegt – über 76 Prozent der Gesamtlänge von Nord Stream 2", gab Gazprom in einer Erklärung bekannt.

Der russische Energiekonzern leitet das Projekt in Partnerschaft mit europäischen Energieunternehmen. Es umfasst den Bau von zwei Pipelines mit einer Gesamtkapazität von 55 Milliarden Kubikmetern Gas pro Jahr, die von der russischen Küste bis nach Deutschland führen, von wo aus das Gas weiter zu anderen europäischen Kunden geleitet werden soll.

Die Pipeline-Trasse wurde bisher durch die Hoheitsgewässer Russlands, Finnlands, Schwedens und Deutschlands verlegt. Nur noch ein weiterer Abschnitt der Pipeline steht noch aus. Dieser soll durch dänische Hoheitsgewässer führen und wurde noch nicht offiziell genehmigt.

Gazprom hat im April 2017 bei den dänischen Behörden Anträge auf die Genehmigung für den Bau von 147 bis 175 Kilometer Rohrleitungen in den dänischen Ostseegebieten gestellt. Das Land verzögert jedoch die Erteilung der Genehmigung.

Dänemark sitzt quasi zwischen den Stühlen: Auf der einen Seite ist Deutschland, das die Pipeline längst genehmigt hat, auf der anderen Seite die Vereinigten Staaten, die offen gegen das Projekt agieren und daran beteiligten Firmen mit Sanktionen drohen.

Washington moniert, die Pipeline werde die europäische Abhängigkeit von russischem Gas vertiefen. In erster Linie dürfte es den USA jedoch vor allem um die eigenen wirtschaftlichen Interessen gehen. In Washingtons Plänen nimmt Europa eine wichtige Rolle als Abnehmer für das eigene Flüssiggas ein.

Mehr zum Thema - Bahn frei für das "Freiheitsgas" aus Amerika 

Nach einem US-Gesetzesentwurf müsste (auch) dieses Unternehmen sanktioniert werden, da es Rohre der Gaspipeline Nord Stream 2 bei Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern montiert, wo die Pipeline-Erweiterung deutsches Festland erreicht.

Projekt- Verantwortliche rechnen mit pünktlicher Inbetriebnahme

Die Verzögerung Dänemarks bei der Genehmigung der Pipeline gilt als eines der Haupthindernisse für den planmäßigen Abschluss des Projekts. Laut Gazprom wäre die alternative Trasse, die dänische Gewässer umgeht, nur 34 Kilometer länger als die ursprünglich geplante Variante. Das Unternehmen schätzt, dass der Bau der alternativen Route in nur sieben zusätzlichen Tagen erfolgen könnte.

Rainer Seele, Vorstandsvorsitzender des österreichischen Energieunternehmens OMV, das zu den Investoren von Nord Stream 2 gehört, sagte vergangene Woche, dass die Arbeiten an der Pipeline voraussichtlich pünktlich abgeschlossen werden.

"Das Unternehmen Nord Stream 2 hat uns klar mitgeteilt, dass es sich an den Zeitplan und das Budget hält, und wir haben heute keinen Grund, den Plan in irgendeiner Weise zu überarbeiten", sagte er auf die Frage, ob die Inbetriebnahme der Pipeline Ende 2020 realistisch sei.

Mehr zum Thema - Dmitri Peskow: "USA zwingen Europa mit vorgehaltener Waffe, ihr Gas zu kaufen" (Video) 

Folge uns aufRT
RT

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen