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"Keine irreparable Gewalt" - Macron empört mit Äusserung zu verletzten Gelbwesten

"Keine irreparable Gewalt" - Macron empört mit Äusserung zu verletzten Gelbwesten
Fotomontage mit verletzten Demonstrationsteilnehmern in Frankreich.
Kurz nach dem G7-Gipfel äußerte sich Macron in einem Interview auch zur Gelbwesten-Bewegung. Dabei erklärte Frankreichs Präsident, dass das Schlimmste "vermieden" worden sei. Es habe keine "irreparable Gewalt" gegeben. Seine Äußerungen wurden scharf kritisiert.

Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron gab nur wenige Stunden nach dem Ende des G7-Gipfels in Biarritz dem französischen Nachrichtensender France 2 ein Interview, das bei vielen Franzosen für helle Empörung sorgte. In dem Gespräch zeichnete der Staatspräsident das Bild einer "professionellen Polizei", die keine "irreparable Gewalt" ausgeübt habe.

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Gleichzeitig sprach er allerdings von völlig "inakzeptabler Gewalt" gegen die Polizei, nämlich von Seiten der Gelbwesten-Demonstranten. Diese einseitige Darstellung der Ereignisse blieb nicht umkommentiert. Anwälte, Politiker und durch die Polizeigewalt verletzte Demonstranten kritisierten den Präsidenten für seine Äusserungen scharf.

Arié Alimi, Anwalt und Mitglied des nationalen Büros der Liga für Menschenrechte, der gleichzeitig mehrere Gelbwesten-Aktivisten berät, sprach von "schrecklichen und zutiefst gefährlichen Worten". "Was hältst Du von einem Mann, der vor den Familien der Toten, der verstümmelten Menschen, die ein Körperteil oder ein Auge verloren haben, sagen würde, dass es keine irreparable Gewalt gegeben hat?", fragte der Anwalt.

Auch der Grünen-Politiker Jean-François Blanco zeigte sich schockiert: "Es ist also nicht irreparabel, eine Hand zu verlieren, ein Auge zu verlieren"?

Der Vorsitzende der linken Gauche démocratique, Gérard Filoche, veröffentlichte ein Foto, das die Porträts von Dutzenden von Verletzten bei den Demonstrationen der Gelbwesten zeigt, mit Emmanuel Macron im Vordergrund.

Für den Psychoanalytiker Gérard Miller, der der linken Oppositionspartei La France insoumise (LFI) nahe steht, "ist das Erstaunliche an der Wahl eines so unangemessenen Adjektivs die absurde Leugnung, die es impliziert und die niemanden täuschen kann".

Auch die Pariser Stadträtin von LFI, Danièlle Simonnet, fragte sich: "Für Macron hat die Polizei während der Gelbwesten-Bewegung keine 'irreparable Gewalt' begangen? Und Zineb Redouane? Und die verlorenen Augen wegen der Geschosse?"

Der Journalist David Dufresne, der die Zahl der verletzten Demonstranten seit November 2018 analysiert, reagierte ebenfalls auf Twitter:"'Inakzeptabel, aber nicht irreparabel', wirklich? Lasst uns erinnern: - zwei Tote, - 24, die ein Auge verloren haben, - 5 abgerissene Hände, Krüppel, verletzte Gymnasiasten außerhalb der Schule, Verstümmelte, etc.

In neun Monaten der Gelbwesten-Demonstrationen erreichte die Zahl der Todesopfer (laut der französischen Tageszeitung Libération) 11 (die meisten davon bei Verkehrsunfällen), und laut der Nachrichtenseite Mediapart gab es mehr als 4.100 Verletzte.

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