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Streit um Festnahme von US-Rapper: Schwedischem Ministerpräsidenten sind Trumps Wünsche egal

Streit um Festnahme von US-Rapper: Schwedischem Ministerpräsidenten sind Trumps Wünsche egal
Der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven und US-Präsident Donald Trump, Weißes Haus in Washington, USA, 6. März 2018.
Der US-Rapper ASAP Rocky sitzt in Schweden wegen schwerer Körperverletzung weiterhin in Untersuchungshaft. Heute beginnt der Prozess. US-Präsident Trump rief eigens beim schwedischen Ministerpräsidenten an, um zu vermitteln. Dieser zeigte sich jedoch unbeeindruckt.

Der US-Rapper ASAP Rocky, der mit bürgerlichem Namen Rakim Mayers heißt, sitzt derzeit in Untersuchungshaft in Schweden. Die Staatsanwaltschaft entschied sich dazu, Anklage wegen Körperverletzung gegen ihn zu erheben. Am 30. Juni soll der 30-Jährige einen Mann im Zentrum Stockholms zu Boden geschleudert und dann auf ihn eingeschlagen haben. Handyaufnahmen dienen der Justiz als Beweismaterial. Der Rapper sagt, er habe in Notwehr gehandelt.  

Der Fall sorgt für einen Zwist zwischen Schweden und den USA. Am 25. Juli forderte US-Präsident Trump auf Twitter die Freiheit für Rocky und betonte, dass die USA so viel für Schweden tun würden. Das skandinavische Land sollte sich stattdessen auf seine "echten Kriminalitätsprobleme" konzentrieren. 

A$AP Rocky auf der Bühne in Los Angeles, Kalifornien, 23. November 2014.

Auch ein Anruf des US-Präsidenten beim schwedischen Ministerpräsidenten Stefan Löfven brachte keine Wendung in dem Fall. Löfven unterrichtete Trump, dass die schwedische Justiz unabhängig sei und er keinen Einfluss nehmen werde. Trump wurde von der US-Botschafterin Schwedens darin in Kenntnis gesetzt, dass eine Freilassung auf Kaution in Schweden nicht möglich sei. 

Löfven sagte der schwedischen Tageszeitung Allehanda gegenüber: 

Ich war sehr deutlich, dass die schwedische Justiz nicht verhandelbar ist, es ist egal, wer anruft oder twittert. Ich habe keinen Grund (in dem Fall Rocky), in Dialog mit Trump zu treten. 

Jeder, so unterrichtete Löfven den US-Präsidenten, sei vor dem schwedischen Gesetz gleich. Dies gelte auch für den Musikstar Rocky. Trump zeigte sich enttäuscht über Löfvens Passivität. Löfven habe gegenüber der afroamerikanischen Gemeinschaft versagt. Er forderte eine "faire Behandlung" von US-Bürgern. Trump ist der Ansicht, dass Rocky provoziert worden sei. 

Am 30. Juli beginnt der Prozess gegen ASAP Rocky und zwei seiner Begleiter in Stockholm. Weitere Gerichtstermine sind für Donnerstag und Freitag angesetzt. Seine Fans riefen zum Boykott schwedischer Produkte und Marken unter dem Hashtag "#JustSayNoToPickledHerring" auf. Kollegen aus der US-Musikbranche zeigen sich solidarisch mit dem US-Rapper. Der Kläger fordert 139.700 schwedische Kronen Schmerzensgeld wegen Einkommensverlusten. Der schwedische Staatsanwalt Daniel Suneson sagte zum Entschluss, Klage zu erheben: 

Ich meine, dass von einer Straftat gesprochen werden kann. Man hat eine Flasche benutzt und Schläge und Tritte gegen eine am Boden liegende Person ausgeteilt. 

Rocky und seinen Begleitern drohen bis zu drei Jahre Haft. 

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