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"Verrat von Staatsgeheimnissen" – Großfahndung nach angeblichem russischen Spion in Österreich

"Verrat von Staatsgeheimnissen" – Großfahndung nach angeblichem russischen Spion in Österreich
Das Fahndungsbild des angeblichen russischen Spions Igor Egorovich Zaytsev vor dem Hintergrund des Wiener Stephansdoms
Gegen einen mutmaßlichen "russischen Spion", der im Verdacht steht, geheime Aktivitäten für den russischen Geheimdienst GRU in Österreich durchgeführt zu haben, hat die Staatsanwaltschaft Salzburg einen internationalen Fahndungsbefehl veröffentlicht.

Das österreichische Innenministerium hat Details zur Suche online veröffentlicht und erklärt, dass der russische Staatsbürger mit dem Namen Igor Egorovich Zaytsew im Verdacht steht, "heimlich" für die GRU gearbeitet zu haben. Zaytsews Handlungen, so heißt es in der Mitteilung, waren "zum Nachteil der Republik Österreich".

Der 65-jährige Russe sei angeblich in Moskau geboren und wird wegen "Verrats an Staatsgeheimnissen" und "absichtlicher Offenlegung eines militärischen Geheimnisses" gesucht.

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"Verrat von Staatsgeheimnissen" – Großfahndung nach angeblichem russischen Spion in Österreich
Offizieller Fahndungsaufruf des österreichischen Innenministeriums

Die Fahndung wurde am Dienstag von der Salzburger Staatsanwaltschaft angekündigt, aber nur wenige weitere Details wurden bisher veröffentlicht. In einigen Medienberichten heißt es, dass der Fahndungsaufruf im Zusammenhang mit dem Fall eines pensionierten Obersten der Bundeswehr aus Salzburg stehen könnte, dem vorgeworfen wird, zwischen 1992 und 2018 Informationen für Russland beschafft zu haben.

Der Botschafter Österreichs Johannes Eigner öffnet die Tür des Außenminisiteriums am Smolenskaja Ploschad in Moskau am 9. November 2018.

Die Rolle Großbritanniens

Der beschuldigte 70-jährige Oberst a. D., aus Datenschutzgründen nur Martin M. genannt, wurde im vergangenen Jahr angeklagt und befindet sich derzeit in Untersuchungshaft. Eine österreichische Zeitung berichtete, dass seine Identität von den Briten enthüllt wurde, die damit versuchen würden, einen Keil zwischen Wien und Moskau zu treiben.

Laut einer Mitteilung der Landespolizeidirektion Salzburg hätte der Oberst spätestens nach seinem ersten bekannten Kontakt im Jahr 1987 im Dienste des russischen Militärgeheimdienstes spioniert und seinen Führungsoffizier mit umfassenden Informationen über weitere Belange des militärischen Spektrums des Österreichischen Bundesheeres versorgt, insbesondere über Waffensysteme und Aufgabenstellungen der Land- und Luftstreitkräfte. Die Landespolizeidirektion betonte zudem, dass hochmoderne Spionagetechniken zum Einsatz gekommen sein sollen:

Für die länderübergreifenden Spionagetätigkeiten bedienten sich der Bundesheer-Spion und der russische Führungsoffizier, neben dem Agentenführungsfunk und einer hochkomplexen Satellitenkommunikation, auch weiterer moderner Spionagetechniken, welche einer regelmäßigen Ausbildung des Spions sowie einer dementsprechenden Anleitung durch den Führungsoffizier bedurften.

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Angeklagter Oberst a. D. dementiert Vorwürfe

Die Staatsanwaltschaft Salzburg ermittelt gegen den Salzburger wegen des Vergehens "des geheimen Nachrichtendienstes zum Nachteil Österreichs, des Verbrechens des Verrats von Staatsgeheimnissen sowie wegen vorsätzlicher Preisgabe eines militärischen Geheimnisses". Michael Hofer, der Anwalt des Verdächtigen, betonte, dass sein Mandant weiterhin jeden Spionageverdacht von sich weist und auch keinen Hinweis auf den nun gesuchten Russen gegeben habe.

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