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Nun offiziell: Franzosen dürfen ihre Kinder nicht mehr schlagen

Nun offiziell: Franzosen dürfen ihre Kinder nicht mehr schlagen
Symbolbild
Klingt skurril, ist aber wahr: Frankreich hatte bis dato keine legale Grundlage, die körperliche Züchtigung von Kindern verbot. Erst jetzt wurde ein Gesetz verabschiedet, das es Eltern untersagt, ihre Kinder zu schlagen. Dazu zählen auch Demütigungen oder Beleidigungen.

Mit der Veröffentlichung im Amtsblatt trat am Donnerstag ein Gesetz in Kraft, das die sogenannte "erzieherische Gewalt" untersagt. Damit setzt Frankreich mit mehrjähriger Verspätung europäische Vorgaben um. Frankreich ist nun das 56. Land der Welt, das die körperliche Züchtigung von Kindern untersagt. Die Versuche früherer Regierungen, diese Praxis zu verbieten, sind gescheitert.

Bereits vor vier Jahren hat der Europarat Frankreich wegen Tolerierung der Prügelstrafe für Kinder gerügt. Paris habe damit gegen die Europäische Sozialcharta verstoßen, stellte das zuständige Komitee der paneuropäischen Länderorganisation damals fest.

Im Bürgerlichen Gesetzbuch Frankreichs steht nun ein neuer Satz, der vom Standesbeamten bei Hochzeiten vorgelesen wird. Danach soll die "Autorität der Eltern ohne physische oder psychische Gewalt ausgeübt werden". Nach Angaben der Regierung sind damit künftig auch der Klaps auf den Po oder Ohrfeigen tabu. Das neue Gesetz sieht für die Eltern allerdings keine spezifische Strafen vor. 

"Man erzieht nicht durch Furcht", hatte Gesundheitsministerin Agnès Buzyn zur Begründung gesagt. Angestoßen hatten das neue Gesetz die mit Präsident Emmanuel Macron verbündeten Liberalen. Kritik kommt von Konservativen und Rechtspopulisten. Sie beklagen eine unzulässige "Einmischung" in das Familienleben. Dabei gaben laut der französischen Kindheitsstiftung 85 Prozent der französischen Eltern zu, ihre Kinder geschlagen zu haben. 

In Deutschland haben Kinder seit dem Jahr 2000 das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung.

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