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Gefahr für Insassen und Öffentlichkeit – Skandalöse Zustände in britischen Gefängnissen

Gefahr für Insassen und Öffentlichkeit – Skandalöse Zustände in britischen Gefängnissen
Der britische Chefinspektor für Gefängnisse Peter Clarke hat in einem Bericht Bedenken über die Zustände in britischen Gefängnissen dargelegt. Er sieht unter anderem ein hohes Risiko für die Öffentlichkeit, klagt erbärmliche Zustände an und fordert eine Untersuchung.

Der britische Chefinspektor für Gefängnisse Peter Clarke hat in seinem diese Woche veröffentlichten Jahresbericht davor gewarnt, dass Gefängnisinsassen, die einen hohen Risikofaktor darstellen, ohne vollständige Risikobewertung freigelassen werden. Von den 28 von Clarke besuchten Gefängnissen seien zudem 20 nicht sicher.

Außerdem kritisierte er, dass die Rate von Selbstmorden und Selbstverletzungen beunruhigend hoch sei. Zudem betonte er, es sei an der Zeit, eine unabhängige Untersuchung durchzuführen, um den "Skandal, dass Menschen in staatlicher Obhut unter vermeidbaren Umständen sterben", aufzudecken.

Die Zahl der Selbstmorde in den Anstalten sei innerhalb eines Jahres um fast ein Fünftel gestiegen, von 72 Fällen im Jahr 2017 auf 83 im Jahr 2018. Die gemeldeten Vorfälle von Selbstverletzungen stiegen von 36.347 im Jahr 2017 um 25 Prozent auf 45.310 gegenüber dem Jahr 2018.

Er kritisierte auch die schlechte Reaktion der britischen Gefängnisverwaltung auf das systemische Problem – das er wiederholt angesprochen habe. Auf einer Pressekonferenz sagte Clarke, nachdem Jahr für Jahr dieselben Fehler, die zu Selbstmorden führen, wiederholt würden, sei nun die Zeit für eine unabhängige externe Untersuchung zu diesem Thema gekommen.

Clarke berichtet auch, dass das Gefängnisnetzwerk von Drogen überflutet und von Gewalt und schrecklichen Lebensbedingungen geplagt werde. Demnach hat die Gewalt in mehr als der Hälfte der von ihm kontrollierten Gefängnissen zugenommen.

Niemals vergessen werde Clarke die Zustände in einem Gefängnis in Birmingham und erwähnte blutbefleckte Duschen voller Rattenexkrementen.

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Die steigende Kriminalitätsrate in Großbritannien, die Epidemie der Messerkriminalität und die Zustände in den Haftanstalten reflektieren möglicherweise die Unfähigkeit des Gefängnissystems, Kriminalität einzudämmen und Insassen zu läutern. Verschiedene Experten betonten bereits, das britische Gefängnissystem wirke radikalisierend auf bestimmte Gefangene, von denen einige nach ihrer Freilassung zum Terrorismus übergehen würden.

Deborah Coles, die Direktorin der Wohltätigkeitsorganisation Inquest, sagte gegenüber dem Guardian:

Es ist unzumutbar, dass es alle vier Tage in einem Gefängnis zu einem selbstverschuldeten Todesfall kommt. Selbstverletzung, Gewalt und Tod sind ein vorherrschendes und allgegenwärtiges Merkmal des Gefängnissystems. Dies sind die schädlichen Symptome der exzessiven Inhaftierung und der Auswirkungen entmenschlichender Systeme.

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