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"Alan Kurdi" vorerst nicht auf Konfrontationskurs mit italienischen Behörden

"Alan Kurdi" vorerst nicht auf Konfrontationskurs mit italienischen Behörden
Das deutsche Schiff "Alan Kurdi" der Hilfsorganisation Sea-Eye bei der Aufnahme von 65 Migranten vor der libyschen Küste am 5. Juli
Die als Rettungsschiff benutzte "Alan Kurdi" der Regensburger Hilfsorganisation Sea-Eye hat vor der libyschen Küste 65 Menschen aufgenommen und sich auf den Weg in Richtung Italien gemacht. Allerdings wolle man vorerst nicht in italienische Hoheitsgewässer einfahren.

Das sagte Sea-Eye-Einsatzleiter Gorden Isler der Deutschen Presse-Agentur am Samstag am Telefon. Der italienische Zoll habe der Besatzung am Morgen ein Dekret des italienischen Innenministers Matteo Salvini ausgehändigt, mit dem die Einfahrt in die Hoheitsgewässer des Landes untersagt wurde. "Wir beachten erst mal dieses Verbot", versicherte Isler. Ohne triftigen Grund werde Sea-Eye nicht gegen das Dekret verstoßen.

Schleuser und Flüchtlinge im Mittelmeer im Juni 2019

Die "Alan Kurdi" hatte nach Sea-Eye-Angaben 65 Migranten in internationalen Gewässern vor Libyen von einem Schlauchboot aufgenommen, von denen sich 39 Personen laut der Hilfsorganisation als Minderjährige ausgeben. Beim Bundesinnenministerium war am Freitagabend ein Brief Salvinis eingegangen. Darin drängt er Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), Verantwortung für die "Alan Kurdi" zu übernehmen. Deutschland hat der EU-Kommission nach Angaben Seehofers angeboten, Migranten von Sea-Eye und vom Rettungsschiff "Alex" der italienischen Hilfsorganisation Mediterranea Saving Humans im Mittelmeer aufzunehmen. "Auch im Fall der 'Alan Kurdi' und der 'Alex' sind wir im Rahmen einer europäisch-solidarischen Lösung bereit, einen Teil der aus Seenot Geretteten aufzunehmen", sagte Seehofer am Samstag.

Zuvor hatte die in die Schlagzeilen geratene Kapitänin der Sea-Watch, Carola Rackete, heftige Kritik an Seehofer geäußert. "Ich fühlte mich alleingelassen", sagte sie in einem Spiegel-Interview. "Mein Eindruck war, dass auf nationaler und internationaler Ebene niemand richtig helfen wollte." Zwar zeigten sich deutsche Kommunen durchaus bereit, die Menschen auf ihrem Schiff aufzunehmen, doch "es scheiterte dann aber auch an Bundesinnenminister Horst Seehofer, der keine Lust hatte, die Angebote der Städte anzunehmen", meinte Rackete. 

Die "Alan Kurdi" befand sich am Samstagvormittag nach Angaben Islers etwa eine Seemeile vor den italienischen Hoheitsgewässern und rund 13 Seemeilen vor der italienischen Insel Lampedusa. Eine per Mail an die Behörden in Rom und Valletta, der Hauptstadt Maltas, geschickte Bitte um Zuweisung eines sicheren Hafens für das Schiff sei bis zum Vormittag ohne Antwort geblieben, sagte der Einsatzleiter weiter.

(rt deutsch/dpa)

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