Europa

Serbische Beamte im Kosovo nicht mehr erwünscht

Die Streitigkeiten zwischen dem Kosovo und Serbien gehen weiter. Nachdem kosovarisch-albanische Spezialkräfte Ende Mai in den vorwiegend von Serben bewohnten Norden eindrangen und für internationale Spannungen sorgten, dürfen jetzt keine serbische Beamten mehr kommen.
Serbische Beamte im Kosovo nicht mehr erwünschtQuelle: Reuters © Florion Goga

Das Kosovo will künftig keine Offiziellen und Beamten aus Serbien mehr ins Land lassen. Belgrad heize im serbisch bewohnten Norden des Landes mit falschen Behauptungen über eine humanitäre Krise und erzwungenen Geschäftsschließungen den Konflikt zwischen den Volksgruppen an, schrieb der Berater des kosovarischen Außenministeriums Jetlir Zyberaj am Donnerstag auf seiner Facebook-Seite. Das Außenministerium in Pristina werde keine Genehmigungen mehr für die Einreise serbischer Offizieller ausstellen, solange dieses Verhalten anhalte, fügte er hinzu. 

Das heute fast ausschließlich von Albanern bewohnte Kosovo erklärte 2008 seine Unabhängigkeit, nachdem es nach der NATO-Bombardierung Jugoslawiens im Jahr 1999 unter das Protektorat der transatlantischen Allianz gestellt wurde. Serbien und weitere 78 Länder haben die Unabhängigkeit des Kosovo jedoch bis heute nicht anerkannt. Im vergangenen November hatte Pristina 100-prozentige Strafzölle auf Waren aus Serbien verhängt, um die Anerkennung zu erzwingen. 

Mehr zum Thema - Ex-NATO-Kommandeur Wesley Clark im Kosovo: Russland ist eine Bedrohung für den Balkan

In dem an Serbien grenzenden Norden des Kosovo leben noch mehrere Zehntausend Serben, von denen viele Ende der 1990er-Jahre aus anderen Teilen des Kosovo in den Norden vertrieben wurden. Zuletzt wollte die serbische Regierung in Belgrad den Eindruck einer humanitären Krise im Nordkosovo erwecken, die durch die hohen Zölle auf Waren aus Serbien ausgelöst worden sei. Die Geschäfte im Norden schlossen für einige Tage.

Der vermeintlichen kosovarischen Regierung zufolge war die Schließung von Belgrad inszeniert, um den falschen Eindruck einer humanitären Krise zu verstärken. Im ganzen Land seien genügend Waren aus den verschiedensten Ländern erhältlich, um die Bedürfnisse aller Bürger zu befriedigen, hieß es aus Pristina.

Mehr zum Thema - Serbien kritisiert EU für Schweigen über Nichteinhaltung des Brüsseler Abkommens durch Kosovo

(rt deutsch/dpa)

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team