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Serbische Beamte im Kosovo nicht mehr erwünscht

Serbische Beamte im Kosovo nicht mehr erwünscht
Menschen in Priština feierten am 12. Juni den 20. Jahrestag der Verlegung von NATO-Truppen, das den Grundstein für die Unabhängigkeitsbestrebungen der albanischen Mehrheit im Kosovo legte.
Die Streitigkeiten zwischen dem Kosovo und Serbien gehen weiter. Nachdem kosovarisch-albanische Spezialkräfte Ende Mai in den vorwiegend von Serben bewohnten Norden eindrangen und für internationale Spannungen sorgten, dürfen jetzt keine serbische Beamten mehr kommen.

Das Kosovo will künftig keine Offiziellen und Beamten aus Serbien mehr ins Land lassen. Belgrad heize im serbisch bewohnten Norden des Landes mit falschen Behauptungen über eine humanitäre Krise und erzwungenen Geschäftsschließungen den Konflikt zwischen den Volksgruppen an, schrieb der Berater des kosovarischen Außenministeriums Jetlir Zyberaj am Donnerstag auf seiner Facebook-Seite. Das Außenministerium in Pristina werde keine Genehmigungen mehr für die Einreise serbischer Offizieller ausstellen, solange dieses Verhalten anhalte, fügte er hinzu. 

Das heute fast ausschließlich von Albanern bewohnte Kosovo erklärte 2008 seine Unabhängigkeit, nachdem es nach der NATO-Bombardierung Jugoslawiens im Jahr 1999 unter das Protektorat der transatlantischen Allianz gestellt wurde. Serbien und weitere 78 Länder haben die Unabhängigkeit des Kosovo jedoch bis heute nicht anerkannt. Im vergangenen November hatte Pristina 100-prozentige Strafzölle auf Waren aus Serbien verhängt, um die Anerkennung zu erzwingen. 

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In dem an Serbien grenzenden Norden des Kosovo leben noch mehrere Zehntausend Serben, von denen viele Ende der 1990er-Jahre aus anderen Teilen des Kosovo in den Norden vertrieben wurden. Zuletzt wollte die serbische Regierung in Belgrad den Eindruck einer humanitären Krise im Nordkosovo erwecken, die durch die hohen Zölle auf Waren aus Serbien ausgelöst worden sei. Die Geschäfte im Norden schlossen für einige Tage.

Der vermeintlichen kosovarischen Regierung zufolge war die Schließung von Belgrad inszeniert, um den falschen Eindruck einer humanitären Krise zu verstärken. Im ganzen Land seien genügend Waren aus den verschiedensten Ländern erhältlich, um die Bedürfnisse aller Bürger zu befriedigen, hieß es aus Pristina.

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(rt deutsch/dpa)

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