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"Viele glückliche Steuererklärungen!" – Corbyns spezielle Geburtstagsgrüße an Jeff Bezos von Amazon

"Viele glückliche Steuererklärungen!" – Corbyns spezielle Geburtstagsgrüße an Jeff Bezos von Amazon
Werden vermutlich keine "besten Freunde" mehr: Jeremy Corbyn (L) und Jeff Bezos (R).
Der britische Oppositionsführer und Labour-Chef Jeremy Corbyn gratuliert Amazon-Gründer Jeff Bezos mit einer ganz speziellen Karte zum Geburtstag. Die Freude über die unerwartete Aufmerksamkeit dürfte sich bei Bezos jedoch in Grenzen halten.

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Normalerweise heißt es: Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Doch Labour-Chef Corbyn bewies mit einem Twitter-Posting, dass man sehr wohl auch Menschen mit Spott überziehen kann, denen das Schicksal eher wohlgesonnen ist.

In dem Twitter-Beitrag sieht man den britischen Oppositionsführer, wie er eine Geburtstagskarte schreibt. Nicht an Theresa May, sondern an keinen Geringeren als den Amazon-Gründer und CEO Jeff Bezos. Auf dem Umschlag der Karte steht prominent: "Viele glückliche Steuererklärungen amazon.com!"

Dazu gibt es natürlich auch einen kleinen Text, mit dem Corbyn den reichsten Mann der Welt daran erinnern möchte, dass er der britischen Bevölkerung viel Geld schulde:

Labour-Chef Jeremy Corbyn bei einer Anti-Trump-Veranstaltung in London am zweiten Tag des Staatsbesuchs des US-Präsidenten in Großbritannien am 4. Juni.

Lieber Jeff,

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag. Sie schulden dem britischen Volk Millionen von Steuern, mit denen die öffentlichen Dienstleistungen gezahlt werden, auf die wir alle angewiesen sind. Bezahlen Sie in diesem Jahr Ihren gerechten Anteil an den Steuern, geben Sie Ihren fleißigen Mitarbeitern eine Gehaltserhöhung und respektieren Sie die Rechte der Arbeitnehmer.

Viele glückliche Steuererklärungen,

Jeremy

Der Hintergrund: Laut dem FactCheck des britischen Senders Channel 4 sank das Steueraufkommen von Amazon zwischen 2016 und 2017 von 7,4 Millionen Britische Pfund auf 4,6 Millionen Pfund. Und das obwohl der Gewinn von Amazon von 24 Millionen Pfund auf stolze 72 Millionen Pfund anstieg.

Das stößt in Großbritannien nicht nur Jeremy Corbyn sauer auf. Labour möchte bei einem Wahlsieg die Körperschaftssteuer auf 26 Prozent erhöhen. Im Gegensatz dazu haben die beiden aussichtsreichsten Tory-Kandidaten für die Nachfolge von Theresa May, Boris Johnson und Jeremy Hunt, angekündigt, dass sie die Körperschaftssteuer auf 19 Prozent senken möchten.

Man darf gespannt sein, von wem Bezos nächstes Jahr Post bekommt.

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