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Österreich: Strache verzichtet auf EU-Mandat – Seine Frau tritt bei Nationalratswahl an

Österreich: Strache verzichtet auf EU-Mandat – Seine Frau tritt bei Nationalratswahl an
Ex-Vizekanzler Österreichs Heinz-Christian Strache (FPÖ) mit seiner Frau Philippa am 5. November 2018 in Wien bei einem Symposium und Festakt anlässlich "100 Jahre Republik".
Der Ex-Vizekanzler Österreichs Heinz-Christian Strache wird sein EU-Mandat nicht annehmen. Seine Ehefrau Philippa kandidiert jedoch für die FPÖ in Wien für den Nationalrat. Dass es diesbezüglich einen Deal gab, dementiert der Ex-FPÖ-Chef in einem Video.

Wochenlang fragte sich die Öffentlichkeit in Österreich, ob er es annimmt oder nicht, seiner Partei drohte durch die Debatte eine Spaltung, nun meldete sich der ehemalige Chef der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) endlich selbst zu Wort: Heinz-Christian Strache verzichtet auf ein Mandat im Europäischen Parlament.

Rund 45.000 sogenannte Vorzugsstimmen hatte der 50-Jährige bei der EU-Wahl gewonnen und hatte somit Anspruch auf den Einzug ins EU-Parlament. Anders als in Deutschland konnte man in Österreich bei der EU-Wahl mit seiner Stimme eine Partei wählen, aber auch zusätzlich mit einem ergänzenden Hinweis einen bestimmten Kandidaten unterstützen.

Dank an die "unbestechlichen Wähler", aber Verzicht

In einem Video, das Strache auf seinem Facebook-Profil veröffentlichte, sagte er nun, dass er "in Anbetracht der konkreten Umstände" und "nach reiflichen Überlegungen"  jedoch verzichtet. Damit, so Strache, tue er das Richtige zum richtigen Zeitpunkt. Bei seinen "unbestechlichen Wählern" bedanke er sich "aufrichtig und vom ganzen Herzen für die Unterstützung, Treue und Besonnenheit".

In den österreichischen Medien wurde seit Tagen darüber spekuliert, dass es innerhalb der FPÖ einen Deal geben könnte, der Strache dazu bewegen könnte, das Mandat nicht anzunehmen. Wie der Standard Ende der Woche berichtete, könnte möglicherweise seine Frau Philippa einen aussichtsreichen Platz auf der Wiener FPÖ-Liste bekommen. Und am Samstag gab dann die Partei bekannt, dass Straches Ehefrau bei der für den 29. September geplanten Nationalratswahl auf Platz 3 der Landesliste der Wiener FPÖ kandidieren werde. Die 31-Jährige ist auch Tierschutzbeauftragte der Partei.

Heinz-Christian Strache, Ex-FPÖ-Chef und Listen-42. bei der EU-Wahl, hat genug Vorzugsstimmen bekommen, um auf der Kandidatenliste automatisch vorgereiht zu werden.

In seinem siebenminütigen Facebook-Video dementierte der ehemalige FPÖ-Chef, dass seine Entscheidung gegen das EU-Mandat Ergebnis eines politischen Kalküls und schon gar kein Deal sei. Es sei schlicht eine von ihm persönlich getroffene Entscheidung. Sein politisches Leben sei auch nicht am Ende. 

Ich werde mich nicht zurückziehen, mich auch nicht verstecken. Im Gegenteil", kündigte Strache an.

Er werde sich zunächst als einfaches Parteimitglied in den Dienst der FPÖ stellen. "Eine Rückkehr in die aktive Politik kann und soll erst erfolgen, nachdem die Hintergründe des Ibiza-Videos weitestgehend aufgeklärt sind."

Strache war Mitte Mai von allen Ämtern zurückgetreten, nachdem deutsche Medien Spiegel und Süddeutsche Zeitung ein 2017 heimlich aufgenommenes Video veröffentlicht haben, indem er einer Frau, die sich als russische Oligarchen-Nichte ausgab, unter anderem Staatsaufträge im Gegenzug für Wahlkampfhilfe zugunsten der FPÖ in Aussicht gestellt hatte.

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