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Verhalten überdenken: US-Botschaft in Belgrad tadelt serbischen Außenminister

Verhalten überdenken: US-Botschaft in Belgrad tadelt serbischen Außenminister
Der serbische Außenminister Ivica Dačić, hier bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates am 14. Mai 2018, beteiligte sich an einer Internet-Aktion und rief Kritik der US-Botschaft in Serbien hervor.
Der Besitzer eines Belgrader Restaurants ruft eine Internet-Challenge ins Leben. Es geht um den Kosovo und einen Spruch, den man auf einer Banknote schreiben soll. Der serbische Außenminister Dačić beteiligt sich mit einem Dollarschein. Die US-Botschaft in Serbien reagiert.

Nimm einen 1-Dollar- oder einen 5-Euro-Schein und schreib darauf in Englisch oder Serbisch "Kosovo ist Serbien"! Durch den Umlauf der Banknote soll die Botschaft unter die Menschen gebracht werden. Mach zudem ein Foto von dem beschrifteten Geldschein und verbreite es in den sozialen Netzwerken! So könnte man in ein paar Sätzen eine vor wenigen Tagen in Serbien gestartete Internet-Challenge des Besitzers des Belgrader Restaurants "Pavle Korčagin" beschreiben.

Das Ziel der Aktion seien eine Million Scheine mit dem Spruch, sagte Vojin Cucić den serbischen Medien. Bis jetzt, so der Initiator der Internet-Aktion, habe er mehrere Tausend Fotos bekommen. An der Challenge beteiligte sich unter anderem auch der serbische Außenminister Ivica Dačić. Beim Besuch eines nicht genannten Belgrader Restaurants bekam er eine 100-Dollarnote, schrieb darauf den Spruch in Serbisch auf Kyrillisch und signierte noch mit seinem Namen. Der Geldschein soll aber laut Cucić nicht dem Außenminister gehört haben. Dies bestätigte Dačić später auch den Medien gegenüber.

Das Foto ging viral und sorgte inzwischen für eine Reaktion der US-Botschaft in Serbien. Der serbische Außenminister solle sein Verhalten überdenken.

Statt die Banknote mit dem Konterfei des großen US-amerikanischen Wissenschaftlers und Staatsmannes, Benjamin Franklin, zu zerstören, könnte Minister Dačić vielleicht über dessen Aussage mal nachdenken – 'Seid im Krieg mit euren Lastern, im Frieden mit euren Nachbarn'", hieß es aus der US-Botschaft in Belgrad gegenüber Radio Free Europe.

Gil und Dačić bei ihrem Treffen am Dienstag

Der serbische Außenminister meldete sich wenig später zu Wort und stellte klar, er habe diese Banknote von jemandem bekommen und, obwohl er den Spruch auf einen Dollarschein geschrieben hat, habe diese Aktion nichts mit den USA zu tun.

Die Worte 'Kosovo ist Serbien' würde ich auf jedem Geldschein eines Landes schreiben, das das Gegenteil behauptet, sagte Dačić der serbischen Tageszeitung Blic. 

Das sei die offizielle Politik Serbiens, das betone er auch stets, "warum sollte ich es auch nicht schreiben können". Gegenüber Sputnik sagte Dačić, Serbien werde stets gegen jeden Drogenstaat kämpfen und nach Frieden mit seinen Nachbarn streben". Nur werde Serbien aber nicht sein eigenes Land als Nachbarstaat betrachten, genauso wie es die USA nicht machen würden. "Auch Benjamin Franklin würde so etwas nicht tun. Was ich getan habe, ist Achtung des universellen Prinzips aller anerkannter Staaten, so auch der USA und Serbiens."

2008 hat sich die abtrünnige serbische Provinz für unabhängig erklärt, doch Serbien erkennt den Kosovo als Staat nicht an. Seit mehreren Jahren laufen auf EU-Ebene Verhandlungen über eine Normalisierung der Verhältnisse, doch sie sind ins Stocken geraten.

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