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"Ibiza-Video": Österreichs Ex-Vizekanzler Strache erstattet Anzeige gegen Spiegel und SZ

"Ibiza-Video": Österreichs Ex-Vizekanzler Strache erstattet Anzeige gegen Spiegel und SZ
Das Videomaterial soll rund sieben Stunden lang sein. Der Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache nannte das geheim aufgenommene Video auf der Insel Ibiza eine "b'soffene G'schichte".
Der Ex-Vizekanzler Österreichs Heinz-Christian Strache geht nun im Fall des heimlich gefilmten "Ibiza-Videos" auch in Deutschland juristisch vor. Er zeigte Personen an, "die für die Herstellung, Verbreitung und Veröffentlichung mitwirkend verantwortlich sind".

Die sogenannte "Ibiza"-Affäre kostete Heinz-Christian Strache den Posten des Vizekanzlers Österreichs sowie des Vorsitzenden der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ). Zurückgetreten ist er nach der Veröffentlichung des Videos durch deutsche Medien – Spiegel und Süddeutsche Zeitung. Nun geht er rechtlich gegen sie vor.

NEOS-Parteichef Matthias Strolz winkt aus dem Taxi, als er am 7. Mai 2018 eine Pressekonferenz in Wien, Österreich, verlässt.

Wie die Staatsanwaltschaft München I der Deutschen Presse-Agentur bestätigte, ist eine schriftliche Anzeige gegen alle Personen eingegangen, "die für die Herstellung, Verbreitung und Veröffentlichung des sog. Ibiza-Videos mitwirkend verantwortlich sind". Die Staatsanwaltschaft prüft nun den Verdacht.

Ziel: Hintergründe, Beteiligte und mögliche Auftraggeber der Videoherstellung ermitteln

Dabei soll es sich um die Straftatbestände "Zugänglichmachen von Bildaufnahmen, die geeignet sind, dem Ansehen der abgebildeten Person erheblich zu schaden", und "Zugänglichmachen von höchstpersönlichen Bildaufnahmen" handeln. Auch die Staatsanwaltschaft Hamburg bestätigte den Eingang einer Anzeige gegen Personen, die an der Herstellung und Verbreitung des Videos beteiligt gewesen sein sollen. 

Straches österreichischer Anwalt Johann Pauer sagte gegenüber der österreichischen Tageszeitung Der Standard, dass die Strafanträge in dem Bestreben erfolgten, "die Hintergründe, Beteiligten und möglichen Auftraggeber der Videoherstellung und Videoverbreitung zu ermitteln". 

Der österreichische Politiker war im Sommer 2017 zusammen mit seinem damaligen Parteikollegen Johann Gudenus in einem Haus auf Ibiza heimlich gefilmt worden. Sie trafen sich mit einer Frau, die sich als investiotionswillige Nichte eines russischen Oligarchen ausgab, in einer zuvor verwanzten Finca. Das Video wurde kurz vor der EU-Wahl von den genannten Medien in Teilen veröffentlicht. Darin spricht Strache unter anderem über einen möglichen Kauf der größten österreichischen Tageszeitung oder Bauaufträge im großen Stil.

Das Ferienhaus in Ibiza, in dem das Video mit dem nun Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und seinem damaligen Parteifreund Johann Gudenus im Sommer 2017 entstanden war.

Vermeintliche Oligarchen-Nichte angeblich eine bosnische Studentin

Das Filmmaterial führte letztlich zum Bruch der rechtskonservativen Regierung in der Alpenrepublik. Strache hatte bereits zuvor in Wien Anzeige gegen drei Personen erstattet, die direkt an der Erstellung des Videos und der gesamten Falle auf der spanischen Insel beteiligt gewesen sein sollen. Dabei handelt es sich um den Wiener Anwalt Ramin M., den Detektiv Julian H. sowie den weiblichen "Lockvogel".

Die vermeintliche Oligarchen-Nichte soll nach Berichten österreichischer Medien eine Studentin aus Bosnien-Herzegowina sein, die angeblich Agrarwissenschaften studiert und für ihre "Rolle" bis zu 7.000 Euro Tagesgage kassiert haben soll. Da ihr bürgerlicher Name Strache und seinem Anwalt offenbar nicht bekannt ist, wurde die Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Den als "mögliche Mittäter" bezeichneten Personen wird Täuschung, Urkundenfälschung, Missbrauch von Ton- und Abhörgeräten sowie Verdacht der Datenverarbeitung in Gewinn- und Schädigungsabsicht vorgeworfen. 

Mehr zum Thema - War Russland das Ziel der "Honigfalle" für Strache?

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