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Bombenexplosion in Lyon: Verdächtiger bekennt sich zum IS – Haftbefehl erlassen

Bombenexplosion in Lyon: Verdächtiger bekennt sich zum IS – Haftbefehl erlassen
Bei einer Explosion am 24. Mai in einer Fußgängerzone in der Altstadt von Lyon waren 14 Menschen verletzt worden. Der Täter hatte einen Sprengsatz mit Metallteilen vor einer Bäckerei-Kette platziert.
Tagelang rätselt ganz Frankreich, warum ein junger Mann einen Sprengsatz vor einem Bäcker deponiert. Nun bewahrheitet sich ein Verdacht. Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen Haftbefehl gegen den 24-Jährigen erlassen. Er legte bereits ein Geständnis ab.

Bei einer Explosion im Zentrum von Lyon am 24. Mai waren 14 Menschen verletzt worden. Bislang war von 13 Verletzten die Rede gewesen. Der Täter hatte einen Sprengsatz mit Metallkugeln und Schrauben vor einer Bäckerei-Kette in einer Einkaufsstraße platziert. Am Montag vergangener Woche wurde schließlich ein 24-Jähriger als Hauptverdächtiger festgenommen. Der aus Algerien stammende Mohamed M. leugnete zunächst die Tat, nach vier Tagen legte er ein Geständnis ab. Am Freitag erließ die Justiz gegen den mutmaßlichen Attentäter Haftbefehl.

Dem 24-Jährigen werde in einem Ermittlungsverfahren unter anderem Mordversuch in Verbindung mit einem terroristischen Vorhaben vorgeworfen, berichtete die Pariser Staatsanwaltschaft am Freitag. Bei den Ermittlern gab Mohamed M. an, Anhänger der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) zu sein.

Mehrere französische Medien hatten vergangene Woche berichtet, Hinweise zu den Verbindungen des jungen Mannes zum IS seien auf seinem Computer gefunden worden. Die Tat habe er seit April geplant. Dazu machte die Staatsanwaltschaft indes keine Angaben.

Er kam 2017 mit Touristenvisum nach Frankreich, derzeit keine Aufenthaltsgenehmigung

Zunächst hieß es, dass es sich bei dem jungen Mann um einen Informatik-Studenten gehandelt habe – später stellte sich heraus, dass er nie eine entsprechende Schule besucht hat und erfolglos ein Studentenvisum beantragt hat. 

Nach Angaben des Staatsanwalts Rémy Heitz reiste M. im August 2017 mit einem 90 Tage gültigen Touristenvisum nach Frankreich. Er habe derzeit keine Aufenthaltsgenehmigung und keine Beschäftigung. 

Im Zuge der Ermittlungen waren vergangene Woche auch die Eltern und ein Bruder des Tatverdächtigen festgenommen worden. Alle Drei kamen am Donnerstag wieder auf freien Fuß, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Zum jetzigen Zeitpunkt liege nichts Belastendes gegen sie vor.

Die Explosion hatte Frankreich kurz vor der EU-Wahl getroffen. Im Land wurden auch Erinnerungen an den Terroranschlag in Straßburg vom Dezember wach. Der mutmaßliche Islamist Chérif Chekatt hatte in der Innenstadt der elsässischen Metropole das Feuer eröffnet – es starben fünf Menschen, zudem wurden zahlreiche verletzt. Lyon liegt im Südosten Frankreichs und ist mit mehr als 515.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Frankreichs nach Paris und Marseille. Das Land wird seit Jahren von einer islamistischen Terrorwelle erschüttert. Dabei wurden rund 250 Menschen getötet.

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(rt deutsch/dpa)

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