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"Operation Bonanza": Norwegische Polizei und Militär in illegale Waffenverkäufe verwickelt

"Operation Bonanza": Norwegische Polizei und Militär in illegale Waffenverkäufe verwickelt
Symbolbild: Sichergestellte Maschinengewehre
2015 gab es mit 2.361 sichergestellten illegalen Waffen den größten Waffenfund in Norwegen. Nach vier Jahren "Operation Bonanza"-Ermittlungen wird Angehörigen des norwegischen Militärs und der Polizei vorgeworfen, sich am Waffenhandel beteiligt zu haben.

Auf die Spur des Skandals kamen die Ermittler im Jahr 2015. Damals wurde im norwegischen Telemark und an anderen Orten 2.361 Waffen sichergestellt, darunter viele, die nur beim Militär zum Einsatz kommen. In dem Arsenal fanden sich Maschinengewehre wieder, die die norwegische Polizei bei besonderen Mission einsetzt, automatische Waffen, Revolver und rückstoßfreie Geschütze gegen bewaffnete Fahrzeuge. Einige der Waffen waren für den Auslandsmarkt bestimmt. Sie trugen Preisschilder in Euro. 

Die Ermittlungen deckten "mangelhafte Routinen" im Umgang der Polizei und des Militärs mit den Waffen auf. Diese machten sich die Kriminellen laut Lena Reif von der Polizeidirektion Tønsberg zunutze:

Sammler und Händler haben sich einen Vorteil aus den Schlupflöchern und der Schwäche im Waffenmanagement der Polizei verschafft.

122 der sichergestellten Waffen wurden beim Militär als zerstört registriert. Weitere 54 Waffen hätten zerstört werden sollen. 17 der Festgenommen wurden bereits verurteilt. Nach Angaben der Ermittler handelte es sich bei den in den Handel verwickelten Personen um "Sammler, die ein Interesse an den Waffen haben", bis hin zu Kriminellen, bei denen sie sich nicht sicher sind, "welche Motivation hinter dem Erwerb der Waffen steckt". Wie viele davon der norwegischen Polizei und dem norwegischen Militär angehören, ist nicht bekannt. 

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