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Doch nicht so viele Falschmeldungen zur EU-Wahl in sozialen Netzwerken

Doch nicht so viele Falschmeldungen zur EU-Wahl in sozialen Netzwerken
(Symbolbild)
Immer wieder wird berichtet, die am 23. Mai beginnenden Wahlen für ein neues EU-Parlament sollen manipuliert werden und in den sozialen Netzwerken wimmele es nur so von Falschmeldungen. Wissenschaftler des Oxford Internet Institute setzen dem Alarmismus nun ein Ende.

Seit Wochen schon hört man fast im gleichen Atemzug mit dem Aufruf, wählen zu gehen, auch eine Warnung, dass die EU-Wahlen "insbesondere von Russland" manipuliert werden könnten und das Netz voller Falschmeldungen sei. Eine Analyse von 584.062 Tweets von 187.743 Nutzern, die im Zeitraum zwischen dem 5. und 20. April gesammelt wurden und die mit eindeutigen Hashtags zu den Wahlen versehen waren, kam zu einem eindeutigen Ergebnis.

Eigentlich ist das eine gute Nachricht, weil es die Panikmache widerlegt, die von bestimmten Kreisen verbreitet wurde. Die Analyse ergab, dass von den 584.062 Tweets insgesamt 137.658 Tweets mit einem Link versehen waren, die zu 5.774 "einzigartigen" Medienquellen führten. Und von diesen Medienquellen waren weniger als vier Prozent "Junk News", und nicht einmal ein Prozent der Links führte auf russische Seiten wie zum Beispiel RT und Sputnik.

Als "Junk News" bezeichneten die Wissenschaftler des Oxford Internet Institute (OII) "ideologisch extreme, irreführende und faktisch inkorrekte Informationen", wie sie laut dem OII auf den Seiten Infowars oder journalistenwatch.com zu finden sind.

Der niedrigste Wert von "Junk News" erreichte mit 1,4 Prozent Großbritannien, gefolgt von Spanien (1,6 Prozent) und Deutschland (2,8 Prozent).

Das einzige Land, das einen deutlich höheren Anteil von "Junk News" aufzuweisen hatte, war Polen. Dort war es knapp jeder fünfte Tweet (21 Prozent), der in diese Kategorie einzuordnen ist.

Bei den Interaktionen auf Facebook konnte das OII feststellen, dass die Nutzer in Ländern wie Großbritannien, Deutschland, Schweden und Frankreich sich deutlich häufiger zu "Junk News" zu Wort meldeten als zu professionellen Nachrichtenmeldungen. Einzig in Italien fiel das Verhältnis klar zugunsten der professionellen Nachrichten aus.

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