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Mord aus Rassismus: Zwei Soldaten auf Malta vor Gericht – Migrant aus fahrendem Auto erschossen

Mord aus Rassismus: Zwei Soldaten auf Malta vor Gericht – Migrant aus fahrendem Auto erschossen
Ein Schild und Kerzen markieren den Ort, an dem der ivorische Migrant Lassana Cisse im April aus einem vorbeifahrenden Auto ermordet wurde.
Ein Mord erschüttert die Mittelmeer-Insel Malta. Zwei Soldaten wird vorgeworfen, einen Migranten von der Elfenbeinküste aus rassistischen Gründen getötet zu haben. Sie schossen aus einem Auto heraus. Zwei weitere Männer aus Afrika sollen verletzt worden sein.

In Malta stehen zwei Soldaten wegen tödlicher Schüsse auf einen Einwanderer vor Gericht. Den 21 und 22 Jahre alten Männern werden nach Angaben der Zeitung Times of Malta rassistisch motivierter Mord an einem 42-Jährigen von der Elfenbeinküste sowie versuchter Mord an zwei weiteren Migranten aus Afrika vorgeworfen.

Rassenhass verbreitet und mit einer nicht zugelassenen Waffe geschossen

Damit einhergehend werden sie beschuldigt, Rassenhass verbreitet und mit einer nicht zugelassenen Waffe in der Öffentlichkeit geschossen zu haben. Das Gericht geht zudem davon aus, dass die Soldaten schon im Februar einen Einwanderer in derselben Gegend nahe dem Ort Ħal-Far angefahren haben.

Maltesische Medien sprachen von dem ersten rassistisch motivierten Mord auf der Mittelmeer-Insel. Die Soldaten erklärten sich am Sonntag vor Gericht nach Medienangaben für nicht schuldig, was den Vorwurf des rassistisch motivierten Mordes betrifft. Sie sollen den Ivorer Anfang April aus einem Auto heraus erschossen haben, als dieser nachts zu Fuß auf dem Heimweg in seine Migranten-Unterkunft war. Zwei weitere Migranten wurden durch Schüsse verletzt.

Maltas Regierungschef Joseph Muscat erklärte am Wochenende, interne Ermittlungen seien eingeleitet worden, ob die beiden Einzeltäter seien oder ein "Teil von etwas Größerem". In einer Stellungnahme forderten rund 60 maltesische Zivilgesellschaftsgruppen, den Fall als "Weckruf" zu sehen. Es müsse mehr gegen den "sich festsetzenden Rassismus" unternommen werden. Solange der Rassismus nicht mit der gebotenen Ernsthaftigkeit bekämpft werde und jeder einzelne Fall ordnungsgemäß gemeldet und untersucht werde, "wird Malta nie ein sicheres Land für alle sein", heißt es weiter.

Ich bin wütend auf mich selbst. Ein Mann wurde für den Kick getötet. Er hatte ihnen nichts getan. Wir sind nicht diese Art von Leuten", sagte Regierungschef Muscat am Samstagabend.

Der kleinste EU-Staat muss sich seit einiger Zeit stärker mit dem Thema Migration auseinandersetzen. Seit dem Amtsantritt der Regierung in Italien sind die dortigen Häfen für Schiffe mit Migranten weitestgehend geschlossen. Daher kamen zuletzt auch mehr Migranten wieder auf Malta an.

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(rt deutsch/dpa)

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