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Schweden: Jüdische Frau durch Messerstiche schwer verletzt

Schweden: Jüdische Frau durch Messerstiche schwer verletzt
Obama-Besuch der großen Synagoge in Stockholm, Schweden, 4. September 2013.
Im schwedischen Helsingborg wurde gestern eine 60-jährige jüdische Frau auf offener Straße durch Messerstiche schwer verletzt. Der Täter wurde in Dänemark festgenommen. Die schwedische Polizei hat bislang nicht bestätigt, dass es sich um ein Hassverbrechen handelte.

Neunmal stach der Angreifer auf die Frau am Dienstagmorgen ein. Sie war gerade auf dem Weg zur Arbeit in Helsingborg. Mit lebensgefährlichen Verletzungen wurde sie ins Krankenhaus eingeliefert. Die 60-Jährige ist ein aktives Mitglied in der jüdischen Gemeinde von Helsingborg. Aufgrund von Augenzeugen und Überwachungskameras konnte der Täter identifiziert werden. In der Nacht zum Mittwoch wurde daraufhin ein 30 Jahre alter Mann in Dänemark festgenommen. Der Verdächtige ist polizeibekannt.

Seine bisherigen kriminellen Vergehen stünden jedoch nicht im Zusammenhang mit Hassverbrechen. Ob es sich bei der Tat um ein Hassverbrechen handelt, wurde bislang nicht von der schwedischen Polizei bestätigt. Es könnte sich eher um ein spontanes "Verbrechen aus Wahnsinn" handeln, als aus Hass gegen Juden. Eine persönliche Verbindung zwischen dem Täter und dem Opfer gäbe es nicht. Die Polizei sucht nach weiteren Augenzeugen, um mehr Informationen zu erlangen, die auf ein Motiv des Täters schließen lassen könnten. 

Heiko Maas in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem, 28. März 2018

Rund 20.000 Juden leben heute in Schweden. Jiddisch gehört zu den anerkannten Minoritätssprachen in Schweden. Im Jahr 2017 gab es einen Angriff auf die Synagoge in Göteborg. Ein Dutzend Männer syrischer und palästinensischer Herkunft warfen damals Molotow-Cocktails gegen das Gebäude. Niemand wurde bei diesem Angriff verletzt. Auf den Angriff folgte eine Demonstration von Palästinensern. In verschiedenen Projekten versuchen die Schulen in Schweden gegen den Antisemitismus von Zugewanderten vorzugehen und sie über die Verbrechen des Holocausts zu informieren. Einen Anstieg antisemitischer Übergriffe verzeichnet die schwedische Statistik jedoch durch die Zuwanderungswelle nicht. Im Jahr 2018 wurden in der schwedischen Stadt Malmö 35 antisemitische Verbrechen gemeldet. 

Für den israelischen Präsidenten Reuven Rivlin hingegen ist das jüngste Verbrechen ein weiteres Anzeichen dafür, dass sich Juden in Europa ihres Lebens nicht mehr sicher fühlen können: 

Wieder einmal sind Juden in Europa in Gefahr. Die brutale Messerstecherei gegen eine Frau in Helsingborg, Schweden, erinnert uns daran, dass wir uns nicht auf verblasste Erinnerungen des Holocausts verlassen können, um die heutigen jüdischen Gemeinden zu schützen. Unsere Gedanken und Gebete sind bei der Verletzten, ihrer Familie und der Gemeinde.

Rund um jüdische Einrichtungen in Helsingborg verstärkte die Polizei die Sicherheitsvorkehrungen.

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