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Enttäuschung beim Mainstream: Putins vermeintliche Geheimwaffe entpuppt sich als Therapiewal

Enttäuschung beim Mainstream: Putins vermeintliche Geheimwaffe entpuppt sich als Therapiewal
Symbolbild: Belugawal.
Vor der norwegischen Küste entdeckten Fischer einen kontaktfreudigen Belugawal. Weil dieser einen Gurt mit der Aufschrift "Equipment St. Petersburg" trug, vermutete man eine neue Geheimwaffe Russlands. Nun stellte sich heraus: Er ist "leider" nur ein Therapiewal.

Der Belugawal wurde von den Norwegern publikumswirksam "Hvaldimir" getauft. Eine Zusammensetzung aus dem norwegischen Wort Hval für Wal und dem Vornamen des russischen Präsidenten Vladimir (oder Wladimir) Putin. Die norwegische Fischerei-Fachzeitschrift Fiskeribladet ließ nicht locker und recherchierte weiter. Der richtige Name des Wals soll Semjon sein, seine Aufgabe allerdings nicht die vermutete Spionage vor der norwegischen Küste, sondern die Therapie von Kindern mit gesundheitlichen Problemen. Es wird vermutet, dass das Tier von einer russischen Therapie-Einrichtung unweit der norwegischen Grenze "zu Besuch" geschwommen kam.

Semjon hatte Ende April ein Boot bis hin zum norwegischen Hafenbecken Hammerfest "verfolgt". Die Menschen dort erfreuen sich über den freundlichen Besucher. Aufgrund seines Gurtes mit der Aufschrift "Equipment St. Petersburg" wurde spekuliert, es handle sich womöglich um einen Wal des russischen Militärs mit ganz bösen Absichten. "Equipment St. Petersburg" ist allerdings der Firmenname eines russischen Unternehmens, das Sportausrüstungen herstellt. 

Auch die Hilfsbereitschaft des Wales hatte die Presse nicht von ihren düsteren Vermutungen abbringen können, dass es sich bei dem Wal um einen trainierten Spion handeln müsse. Einer Frau fiel vor Aufregung angesichts des Wals ihr teures Mobiltelefon ins Meer. Sofort tauchte der Wal beflissen danach und übergab das Gerät stolz wieder seiner Besitzerin. 

Der Inspektor der Fischereidirektion Jørgen Tee Wiig zeigte sich erfreut über die Entwarnung:

Wir hatten über Spionage und Krieg nachgedacht, aber dann ist es nur ein Wal, der uns Menschen Gutes tun will. Er ist sogar daran gewöhnt, mit uns zu schmusen. Absolut faszinierend. 

Semjon wurde vor 16 Jahren von Seelöwen angegriffen und musste medizinisch versorgt werden. 2008 kam er dann in einem Sportzentrum zwischen Murmansk und Karelien zum Einsatz. Es entstand sogar eine Reportage über den Einsatz von Semjon in der Therapie. Den Gurt habe der Belugawal deshalb getragen, weil er damit gewöhnlich Boote mit Kindern zieht. 

Die norwegischen Behörden erwägen, den Wal in ein offenes Meeres-Reservat nach Island zu bringen. Bislang wurden keine Ansprüche auf Rückführung der angeblichen Geheimwaffe erhoben. Bis entschieden sein wird, wohin der Wal gebracht werden soll, haben die norwegischen Behörden die Bevölkerung dazu aufgerufen, den Wal nicht mehr zu besuchen. Er solle sich nicht zu sehr an die menschliche Aufmerksamkeit gewöhnen. Auch könnte der Belugawal doch noch aggressiv werden, sollte er nach dem Tauchen von Gegenständen keine Belohnung erhalten.   

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