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Reizthemen bei Treffen zwischen Erdoğan und Stoltenberg

Reizthemen bei Treffen zwischen Erdoğan und Stoltenberg
NATO-Generalsekretär Stoltenberg zu Besuch beim türkischen Präsidenten in Ankara.
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat am Montag den NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg empfangen. Bei ihrem Gespräch ging es laut der Zeitung "Cumhuriyet" um eine von der Türkei gewünschte Pufferzone zu Syrien sowie das russische Luftabwehrsystem S-400.

In einer Ansprache vor einer anschließenden NATO-Ratssitzung in Ankara sagte Erdoğan, die Türkei wolle ihre "starke Position" in der NATO wahren. "Die Beziehungen, die die Türkei zu anderen Ländern und Regionen ausbaut, sind nicht jeweils Alternativen (zu den Beziehungen zum Westen), sondern ergänzend." Er akzeptiere die Diskussionen zu S-400 nicht. Die Entscheidung falle in die "souveränen Rechte" der Türkei.

Die Präsidenten der USA und Türkei, Trump und Erdoğan, zusammen mit ihren Ehefrauen, trafen sich zum Abendessen in Paris anlässlich der Hundertjahrfeier nach dem Ende des Ersten Weltkrieges.

Stoltenberg kam nach Ankara im Rahmen der Feierlichkeiten zum 25. Jubiläum des Mittelmeer-Dialogs, einer Gesprächsreihe zwischen NATO-Staaten in der Region und Anrainern, die dem Bündnis nicht angehören. In diesem Zusammenhang kamen auch die Spannungen zwischen der Türkei und dem Nicht-NATO-Staat Zypern zur Sprache. Hier geht es derzeit vor allem um Erdgasvorkommen im Mittelmeer und Probebohrungen der Türkei vor Zypern, das seit dem Jahr 1974 geteilt ist.

Die EU und die USA hatten die Türkei für die Bohrungen am Wochenende kritisiert. Zypern erließ am Montag Haftbefehle gegen die Besatzung eines türkischen Bohrschiffes, das seit Freitag vor Zypern liegt.

In seiner Rede während der NATO-Sitzung in Ankara am Nachmittag sagte der türkische Präsident:

Die legitimen Rechte der Türkei und der Republik Nordzypern über die Energieressourcen im Ost-Mittelmeer sind nicht diskutabel. 

In einer Stellungnahme aus dem Außenministerium hieß es zu der Frage am Montag, die Versuche "dritter Parteien", sich als internationaler Gerichtshof zu gebärden und maritime Grenzen festzulegen, seien "inakzeptabel". Man werde die Aktivitäten "resolut fortführen". Sie bewegten sich in Gegenden des türkischen Festlandsockels.

(rt deutsch/dpa)

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