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Ausgerechnet am 9. Mai: NATO startet Großübung, bei der ein russischer Angriff simuliert wird

Ausgerechnet am 9. Mai: NATO startet Großübung, bei der ein russischer Angriff simuliert wird
NATO-Hauptquartier in Brüssel
Die NATO startet nächste Woche eine Großübung, bei der ein russischer Angriff auf einen Mitgliedsstaat simuliert werden soll. Beginnen soll die Übung am 9. Mai, dem Tag, an dem in Russland an das Kriegsende 1945 und den Sieg über Deutschland erinnert wird.

Die NATO startet in der kommenden Woche eine Großübung, bei der ein Angriff Russlands auf einen Mitgliedsstaat und die Reaktion des Militärbündnisses durchgespielt wird. Das berichtet Spiegel Online. Die Übung soll am 9. Mai beginnen und bis zum 15. Mai dauern.

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Mit der Großübung, der 22. seit Bestehen der NATO, soll angeblich sichergestellt werden, dass das Bündnis im Ernstfall schnell politisch entscheidungs- und handlungsfähig ist. Die "Crisis Management Exercise" (CMX) wird seit Monaten vorbereitet.

In ihrem Verlauf sollen der NATO-Rat und der militärische Apparat alle Schritte eines Kriegsszenarios vollziehen, von der Erklärung des Bündnisfalls nach Artikel 5 bis zur Planung der militärischen Reaktion auf die Attacke.

Das Drehbuch der CMX19 sieht eine Aggression Russlands gegen die NATO in mehreren Stufen vor. Der Angreifer wird nicht namentlich genannt, allerdings zielt die Beschreibung des Aggressors aus dem Osten, der Kernwaffen besitzt und "Kerneuropa" angreift, deutlich auf Russland.

Das Szenario beschreibt, dass die simulierte Attacke nach einem "hybriden Muster" verläuft. Zunächst erfolgen Cyberangriffe auf NATO-Staaten im Norden, dann sickern inoffizielle militärische Einheiten des Angreifers ein.

Nach Artikel 4 des NATO-Vertrags erfolgen zunächst Konsultationen, dann wird nach Artikel 5 der Bündnisfall ausgerufen und das angegriffene Land verteidigt. Ein virtueller Einsatz von Kernwaffen soll dabei nicht erfolgen.

Bei der Übung sollen die internen Prozesse erprobt werden. Truppenbewegungen wird es nicht geben. In Deutschland nimmt das Verteidigungsministerium an der Übung teil. Dort sollen die Einbindung des Kabinetts und des Parlaments bei einer möglichen Mobilisierung der Bundeswehr simuliert werden.

Der 9. Mai gilt in Russland als "Tag des Sieges", an dem an den Sieg über das Deutsche Reich und das Ende des Zweiten Weltkriegs erinnert und der Opfer gedacht wird. Dass ausgerechnet dieses Datum für den Beginn einer NATO-Übung gewählt wurde, in der Russland als Aggressor auftritt, wird von den Russen als Provokation verstanden.

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