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Britische Polizei nimmt nach Mord an Journalistin in Nordirland zwei Teenager fest

Britische Polizei nimmt nach Mord an Journalistin in Nordirland zwei Teenager fest
Die Journalistin Lyra Mckee beobachtet gewaltsame Ausschreitungen in Londonderry am 18. April 2019. (Polizeibild)
Der tödliche Schuss auf eine Journalistin bei gewaltsamen Protesten am Donnerstag in Londonderry hat nicht nur Briten und Iren schockiert. Auch die EU ist besorgt. Die Polizei ermittelt mit Hochdruck und geht von einem Terrorakt aus. Es gibt bereits erste Festnahmen.

Nach dem Mord an der Journalistin Lyra McKee sind in Nordirland zwei junge Männer festgenommen worden. Die Männer seien 18 und 19 Jahre alt, wie die Polizei am Samstag mitteilte, nachdem am Freitagabend ein Video mit einem vermummten Verdächtigen zur Veröffentlichung freigegeben worden war.

Die Ermittler gehen von einem Terrorakt aus. Sie vermuten, dass hinter der Tat eine militante Republikaner-Gruppe namens "Neue IRA" stecken könnte. Auch mehr als 20 Jahre nach dem Ende eines jahrzehntelangen Bürgerkriegs zwischen katholischen Nationalisten und protestantischen Unionisten mit Tausenden Toten und Verletzten sind in Nordirland paramilitärische Gruppierungen aktiv. Sie agieren wie ein Staat im Staat und finanzieren sich unter anderem durch Drogenhandel. Befürchtet wird, dass im Zuge des bevorstehenden Brexits die Gewalt zwischen dem britischen Nordirland und dem EU-Mitglied Irland bei Einführung von Grenzkontrollen wieder aufflammen könnte. Die bewaffneten Gruppen erhoffen sich von einem Wiederaufflammen des Konflikts eine neue Legitimation und Geld.

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Lyra McKee war am Donnerstagabend bei gewaltsamen Ausschreitungen in der Stadt Londonderry erschossen worden. Sie stand in einer Menschengruppe in der Nähe von Polizeifahrzeugen, als eine Kugel ihren Kopf traf. Die 29-jährige politische Journalistin galt als Talent und war erst kürzlich von Belfast nach Londonderry gezogen.

In Tatortnähe am Rande von Londonderry waren vor dem Mord über 50 Brandsätze auf Polizisten geschleudert worden. Zuvor hatten Polizisten in dem Wohnviertel nach Waffen gesucht. Auslöser für die Krawalle soll der jährliche Protest an Ostern im Zusammenhang mit dem Nordirland-Konflikt gewesen sein.

Politiker aus Großbritannien, der Republik Irland und Brüssel verurteilten die Tat scharf. EU-Chefunterhändler Michel Barnier sprach von einem "tragischen Mord" und wertete die Tat als "Erinnerung daran, wie zerbrechlich der Frieden in Nordirland" sei. "Wir müssen alle daran arbeiten, die Errungenschaften des Karfreitagsabkommens zu erhalten", twitterte der Franzose. (dpa)

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