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Türkei: Erdoğans AKP bleibt stärkste Partei, doch Opposition vor Sieg in Istanbul und Ankara

Türkei: Erdoğans AKP bleibt stärkste Partei, doch Opposition vor Sieg in Istanbul und Ankara
Unterstützer der regierenden Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) in der Nacht zu Montag auf den Straßen in Ankara
Die Wahlen wurden als eine Art Test für den türkischen Präsidenten Erdoğan betrachtet. Seine Regierungspartei AKP hat nach jetzigem Stand die meisten Stimmen bekommen, doch die zwei wichtigsten Großstädte Ankara und Istanbul droht sie zu verlieren.

Rund 57 Millionen Türken waren am Sonntag aufgerufen, in 81 Provinzen Bürgermeister, Gemeinderäte und andere Kommunalpolitiker zu wählen. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu lag die Beteiligung landesweit bei 84,52 Prozent. Die Allianz aus der Regierungspartei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) von Präsident Recep Tayyip Erdoğan und ihrem ultranationalistischen Partner MHP hat mehr als 50 Prozent aller Stimmen erhalten. Die AKP selbst kommt auf 44 Prozent der Stimmen und ist weiterhin die stärkste politische Kraft des Landes. Die zweitstärkste CHP kommt auf knapp über 30 Prozent.

Doch die AKP hat nach jetzigem Stand in den beiden wichtigsten Großstädten – Ankara und Istanbul – verloren. In der Hauptstadt hat der Oppositionskandidat der CHP, Mansur Yavaş, mehr als 50 Prozent der Stimmen bekommen. Der AKP-Kandidat Mehmet Özhaseki hatte rund 47 Prozent bekommen. Die CHP erklärte sich hier zum Sieger. Die AKP will aber nun Einspruch einlegen. Generalsekretär Fatih Şahin schrieb am frühen Morgen auf Twitter, die Partei werde "ihre Rechte nutzen". Es habe in Ankara "viele ungültige Stimmen und Regelwidrigkeiten" gegeben.

Um das Bürgermeisteramt in der Wirtschaftsmetropole Istanbul wurde der Kampf immer spannender. Nach einer dramatischen Wahlnacht lagen AKP und CHP zum Schluss so nahe beieinander, dass sie sich nicht auf ein Ergebnis einigen konnten. Am Montagmorgen sah die türkische Wahlbehörde YSK die Opposition vorne – um Haaresbreite.

Demnach führte der Kandidat der Mitte-Links-Partei CHP, Ekrem İmamoğlu, am Montagmorgen mit 27.889 Stimmen vor dem Kandidaten der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP, Ex-Ministerpräsident Binali Yıldırım. "Für Ekrem İmamoğlu habe ich bisher die Stimmenzahl 4.159.650. Für Herrn Binali sind 4.131.761 Stimmen im System eingetragen", sagte YSK-Chef Sadi Güven in einem TV-Interview. Laut Anadolu hat İmamoğlu 48,8 Prozent der Stimmen bekommen, Yıldırım 48,5 Prozent. 

İmamoğlu hatte sich im Laufe des Montagmorgens, wie schon in der Nacht, erneut zum Wahlsieger erklärt. Auch seinen Twitter-Profil passte er an.

Der AKP-Kandidat Yıldırım aber hatte auch in der Nacht den Sieg für sich reklamiert.

Nach den letzten verfügbaren Teilergebnissen von Anadolu verloren die AKP und ihr Bündnispartner MHP außerdem die Touristen-Hochburg Antalya und das südtürkische Adana an die Opposition. Die Küstenmetropole Izmir ging erneut klar an die CHP, wie auch sämtliche Provinzen an der Westküste der Türkei. Die AKP dominierte wie auch bei vergangenen Wahlen Zentralanatolien.

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(rt deutsch/dpa)

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