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Überfall auf nordkoreanische Botschaft in Madrid: Täter entkamen in die USA

Überfall auf nordkoreanische Botschaft in Madrid: Täter entkamen in die USA
Der Eingang der nordkoreanischen Botschaft in Madrid.
Vor einem Monat überfielen zehn Männer die nordkoreanische Botschaft in Madrid. Wie nun bekannt wurde, flogen sie nach dem Überfall über Lissabon in die USA. Washington dementiert eine Verwicklung in den Überfall, bei dem laut Medienberichten die CIA involviert war.

Durch Gerichtsdokumente, die spanischen Medien vorliegen, sind neue Details zum Überfall auf die nordkoreanische Botschaft in Madrid bekannt geworden. Bei dem Überfall am 22. Februar hatten zehn Personen die diplomatische Vertretung gestürmt, die Botschaftsangehörigen gefesselt und unter Schlägen verhört. Vor ihrer Flucht mit Fahrzeugen der Botschaft entwendeten die Täter digitale Speichergeräte und schriftliche Dokumente.

Polizei vor der nordkoreanischen Botschaft in Madrid am 28. Februar 2019

Unter Berufung auf spanische Sicherheitsbehörden berichtete El País vor zwei Wochen, dass zwei der identifizierten Angreifer Verbindungen zur CIA hätten und der US-Auslandsgeheimdienst den Überfall wahrscheinlich in Kooperation mit einem südkoreanischen Dienst durchgeführt habe.

Nun wurden weitere Details des Vorfalls bekannt. Laut Gerichtsakten, die unter anderem El País vorliegen, soll es sich bei dem Anführer des Kommandos um einen in den USA lebenden mexikanischen Staatsbürger mit dem Namen Adrian Hong Chang handeln. Inzwischen sollen sechs weitere Mittäter identifiziert worden sein, darunter Staatsbürger teils der USA, teils Südkoreas.

Die Gerichtsdokumente deuten darauf hin, dass das Verbrechen sorgfältig von Hong Chang geplant und vorbereitet wurde, der für den Angriff in einem Madrider Geschäft Kampfmesser, Pistolenattrappen, Taschenlampen, Sturmhauben und Handschellen besorgt hatte. Außerdem nahm Hong Chang vor dem Angriff Kontakt zum Leiter der nordkoreanischen Vertretung, So Yun Sok, auf. Wie El País berichtete, soll sich der Bandenchef während seiner früheren Begegnung als potenzieller Investor in die nordkoreanische Wirtschaft ausgegeben haben. Ohne Erfolg hatten die Attentäter versucht, So Yun Sok zum Überlaufen zu bewegen.

Laut den Dokumenten teilte sich das Kommando während der Flucht in vier Gruppen auf, um zunächst in die portugiesische Hauptstadt Lissabon zu gelangen. Von dort aus flogen sie schließlich nach Newark in New Jersey. In den USA bot Hong Chang dann fünf Tage nach dem Vorfall dem FBI die bei dem Überfall gestohlenen Informationen an – ob die Bundespolizei auf das Angebot einging, wurde nicht bekannt. Das FBI wollte den Vorgang auf Nachfrage weder bestätigen noch dementieren. Das US-Außenministerium wies Vorwürfe zurück, dass Washington in den Angriff auf die nordkoreanische Botschaft verwickelt war.

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