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Bizarrer Wettbewerb: Wenn bei "Miss Hitler" in Großbritannien "Prinzessin Buchenwald" gewählt wird

Bizarrer Wettbewerb: Wenn bei "Miss Hitler" in Großbritannien "Prinzessin Buchenwald" gewählt wird
Gestatten, "Miss Hitler", alias "Prinzessin Buchenwald".
Es gibt Miss Germany, Miss Universe und nun offenbar auch "Miss Hitler". Bei letzterer handelt es sich um Alice Cutter, eine britische Rechtsextremistin. Cutter nahm mit ihrem Auftritt als "Prinzessin Buchenwald" an einem bizarren "Schönheitswettbewerb" teil - und gewann!

von Timo Kirez

Wenn deutsche Neonazis Nachwuchs rekrutieren wollen, veranstalten sie ein Rock-Festival. Da wird dann viel gegrölt, gesoffen und geprügelt. Die Briten scheinen, zumindest ästhetisch, schon einen Schritt weiter zu sein. Eine einschlägig als rechtsextrem bekannte junge Britin nahm an einem äußerst irritierenden "Schönheitswettbewerb" mit dem Titel "Miss Hitler" teil - und zwar unter dem geschmacklosen Namen "Prinzessin Buchenwald". Nun muss sie sich vor Gericht verantworten, da die Veranstaltung offenbar von einer verbotenen neonazistischen Gruppe organisiert wurde, um neue Mitglieder zu gewinnen.

Alice Cutter, 22, hatte sich unter dem Spitznamen "Buchenwald-Prinzessin" für den "Schönheitswettbewerb Miss Hitler" angemeldet und in dem Wettbewerb "gewonnen", erklärte Staatsanwalt Barnaby Jameson am Mittwoch vor einem Gericht in Birmingham. Jameson fügte hinzu, dass die Wahl des Spitznamens der Frau "kein Zufall" sei. Ihr Freund, ein ebenfalls bekannter Neonazi, wurde bereits in der Gedenkstätte des Nazi-Konzentrationslagers Buchenwald fotografiert, als er den Hitler-Gruß zeigte.

Cutter, die aus Halifax in Schottland/Großbritannien stammt, wird nun zusammen mit anderen angeklagt, hasserfüllte Ideologien zu verbreiten und "pathologische Rassenvorurteile" zu fördern. Zudem soll sie ein aktives Mitglied der rechtsextremen Gruppe National Action sein, die 2016 nach den neuen Terrorgesetzen in Großbritannien verboten wurde.

Der "Schönheitswettbewerb" soll von der Gruppe ins Leben gerufen worden sein, um die Rekrutierung zu fördern. Der Staatsanwalt nannte die Organisation "eine Gemeinschaft des Hasses" und präsentierte der Jury ein Bild, das angeblich Cutter mit einer Maske der National Action zeigen soll. Die Angeklagte wurde schon letztes Jahr angeklagt, leugnete jedoch alle Anschuldigungen und bekannte sich bei der früheren Anhörung im Januar nicht schuldig.

Großbritannien hat in den letzten Jahren ein scharfes Vorgehen gegen Rechtsextreme in die Wege geleitet. Im Anschluss an die Gesetzesänderungen kam es zu mehreren hochkarätigen Gerichtsverfahren. Während eines Prozesses wurde der Führer der Organisation National Action, Christopher Lythgoe, zu acht Jahren Gefängnis verurteilt.

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