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Vorsichtsmaßnahme für gescheiterte Brexit-Verhandlungen: Großbritannien aktiviert Atombunker

Vorsichtsmaßnahme für gescheiterte Brexit-Verhandlungen: Großbritannien aktiviert Atombunker
Soldaten der britischen Armee werden am 24. Mai 2017 von einem Polizisten in den Buckingham Palace im Zentrum Londons geführt.
Eine britische Spezialeinheit wurde in Alarmbereitschaft versetzt, um sich auf ein hartes Brexit-Szenario vorzubereiten. Sie operiert in einem Atombunker unter dem Verteidigungsministerium, der sonst nur in Kriegszeiten oder im Falle eines nationalen Notstandes genutzt wird.

Wer hat gesagt, dass es einfach wäre, die EU zu verlassen? Die sogenannte Operation Redfold wird 3.500 Militärangehörige in erhöhter Alarmbereitschaft halten, während sich die Regierung Ihrer Majestät auf das gefürchtete No-Deal-Szenario einstellt, berichtet Sky News.

Der Bunker genannt Pindar befindet sich tief unter dem Verteidigungsministerium und wird nur in Kriegszeiten oder im Falle eines nationalen Notstandes genutzt.

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Mit dem schnell nahenden Ausstiegsdatum am 29. März und einem fehlenden Brexit-Abkommen wird sich nächste Woche der Planungsstab des Kabinetts in das Notfallkomitee Cobra verlagern. Dazu gehört eine 24-stündige Besetzung der Abteilungen, die am stärksten von möglichen Störungen durch einen harten Brexit bedroht sind. So zum Beispiel die Bereiche Gesundheit, Transport und Verteidigung.

Spezielle Teams werden "darauf vorbereitet sein, Ressourcen umzuleiten oder bei Bedarf Arbeitskräfte einzusetzen", sagte ein Mitglied der Regierung gegenüber Sky.

Außerdem sollen ab Montag Truppen binnen eines Tages in Einsatzbereitschaft versetzt werden können, falls die Regierung unter Theresa May die Katastrophe nicht abwendet und ein Ausstieg ohne Deal Realität wird.

Die Armee könnte eingesetzt werden, um den Transport von Lebensmitteln, Treibstoff und anderen Produkten im ganzen Land sicher zu stellen. So wurde zum Beispiel ein 200-köpfiges Team vorbereitet, um bei Bedarf Tankwagen zu Tankstellen zu fahren. Militärstützpunkte könnten ihre Tore für in Häfen abgestellte Lastkraftwagen öffnen, wenn es zu größeren Verzögerungen an den Grenzen kommt.

Operation Redfold sei die "militärische Dimension der Cross-Whitehall No-Deal Notfallvorbereitungen, die als Operation Yellowhammer bekannt sind", so der Sky-Bericht weiter.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Briten durch angsteinflößende Brexit-Warnungen aufgeschreckt werden. Die Regierung hat die Menschen bereits vor der Befürchtung ziviler Unruhen und dem Absturz der nationalen Währung gewarnt, falls das Vereinigte Königreich ohne ein Abkommen mit der EU bricht. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, Lebensmittel und Medikamente zu lagern. Ein deutsches Unternehmen hortet sogar 600 Tonnen Toilettenpapier in seinen britischen Lagern, um Lieferunterbrechungen zu vermeiden.

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