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Zum Tag des Glücks: Deutsche am zufriedensten mit EU

Zum Tag des Glücks: Deutsche am zufriedensten mit EU
Liebesbekundung zur EU: Auch in Berlin kam es im vergangenen Jahr zu Pro-EU-Demos, zu denen "Pulse of Europe" aufgerufen hatte (25. März 2018)
Der 20. März ist der Tag des Glücks. Eine Studie ergab, dass Deutsche mit der EU weit zufriedener sind als die Bürger anderer Mitgliedsländer. Briten, Griechen, Italiener, Franzosen, Niederländer, Schweden, Spanier und Ungarn sind sich einig, dass die EU die Bedürfnisse der Bürger verkennt.

Die Studie wurde durch das Pew Research Center in zehn EU-Staaten erhoben. Insgesamt 10.112 Personen nahmen an der Befragung zwischen dem 24. Mai und dem 12. Juli 2018 teil. Die EU-Bürger (74 Prozent der Befragten) sind sich nach dem Ergebnis der Untersuchung einig, dass Brüssel "Frieden, Demokratie und Wohlstand fördert". Die Einstellung gegenüber der Europäischen Union ist besonders in Griechenland und Großbritannien schlecht. Weniger als die Hälfte der Bürger ist der EU gegenüber positiv eingestellt. Großbritannien sollte am 29. März den Staatenbund verlassen. Das hierfür vereinbarte Abkommen mit Brüssel konnte aber bislang keine Mehrheit im britischen Parlament finden. Es wird ein harter Brexit befürchtet – ein EU-Austritt ohne ein Abkommen. 

Obdachlose in der Basilika Santi Apostoli, Rom, Italien, 29. Januar 2018.

62 Prozent kritisieren die Führung der EU dafür, "die Bedürfnisse der (EU-)Bürger nicht zu erfassen". Rund 58 Prozent sorgen sich um die wirtschaftliche Zukunft ihrer Kinder. Nur 30 Prozent gehen hierbei von einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung in der EU aus. Hier sind die polnischen Bürger am optimistischsten. 59 Prozent glauben hier an eine ökonomisch positive Zukunft ihrer Nachkommen. Innerhalb der EU ist erkennbar, dass die politisch links orientierten Bürger und die jüngeren Generationen der Union positiver eingestellt sind.

Wähler der rechtsorientierten Parteien, wie der AfD (29 Prozent) in Deutschland, sehen die EU kritischer. Rund 77 Prozent aller Befragten sprechen sich für die Aufnahme von Flüchtlingen aus, die vor Gewalt und Krieg flüchten. In Griechenland, Spanien, Italien und Ungarn sehen acht von zehn Teilnehmern Auswanderung aufgrund von mangelnden Arbeitsangeboten in der Heimat als Problem an. 

Auch die Einschätzung der Rolle Deutschlands innerhalb der EU war Teil der Studie. 47 Prozent sehen die Rolle Deutschlands als wichtiger an als noch vor zehn Jahren. 36 Prozent bewerten Deutschland als wichtiges EU-Mitglied, 15 Prozent als weniger wichtig. 

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