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Schwedische Universitätsstudie: Im Westen geborene Muslime sind eher extremistisch als zugewanderte

Schwedische Universitätsstudie: Im Westen geborene Muslime sind eher extremistisch als zugewanderte
Symbolbild: Gebetsraum in der Moschee von Landskrona, Schweden, 7. September 2010.
Die Universität Uppsala beschäftigte sich in einer Studie mit dem Thema Extremismus. Sie kam zu dem Ergebnis, dass im Westen geborene Muslime eher zum Extremismus neigen als ihre zugewanderten Glaubensgenossen. Als Ursache hierfür sieht sie vornehmlich das Gefühl der Benachteiligung.

Die Abschottung vor islamistisch-extremistischer Radikalität durch Reiseverbote, Mauern und Zäune an den Grenzen des Westens ist nach einer Studie der Uppsala-Universität ein sinnloses Unterfangen. Denn die Gefahr geht nach den Ergebnissen einer Studie vielmehr von im Westen geborenen Muslimen aus. Verglichen mit der Mehrheitsbevölkerung hätten im Westen geborene Muslime ein Gefühl der Benachteiligung und Marginalisierung. Daneben erkennt die Studie noch weitere Faktoren, wie z. B. Gruppendynamik. 

Der italienische Innenminister und stellvertretende Premierminister Matteo Salvini nach einer Pressekonferenz am 11. Februar 2019 in Rom.

Dies würden auch die Terrorangriffe zeigen, welche in Europa und in den USA mehrheitlich von Menschen geplant und durchgeführt wurden, die im Westen geboren und aufgewachsen sind. Hierfür wird ein Beispiel genannt: 

Zum Beispiel können Muslime, die ihre gesamte Erziehung in Schweden erfahren haben, als 'echte' Schweden gelten. Aber wenn sie sich mit Klassenkameraden und anderen vergleichen, stellen sie fest, dass Muslime nicht auf diese Weise behandelt werden. So kann ein in Schweden geborener Muslim denken: 'Ich bin hier geboren und kann genauso gut Schwedisch wie alle anderen, aber ich werde immer als Einwanderer behandelt und bekomme nicht die gleichen Möglichkeiten wie andere Schweden'. 

Laut der Universität Uppsala handelt es sich um die erste Studie, die den Zusammenhang zwischen der Befürwortung von Extremismus und dem Gefühl der Benachteiligung herstellt. Die Ergebnisse der Studie wurden in der Fachzeitschrift Psychological Science veröffentlicht.

Muslime, die im Westen geboren wurden, seien eher bereit, andere Muslime weltweit auch mit Gewalt zu verteidigen. Die Studie solle jedoch auch Anstoß zum Nachdenken darüber geben, wie Muslime in Europa und in der westlichen Welt behandelt werden. Es sei falsch, die Schlussfolgerung zu ziehen, dass in Europa geborene Menschen muslimischen Glaubens gewalttätiger seien als andere. Es sei "Ironie" und ein "Teufelskreis", wie mit Muslimen im Westen umgegangen werde und so einige Gruppen folglich vom Extremismus in Syrien und Irak angezogen werden, was wiederum dort lebende Muslime zur Flucht in den Westen treibe.

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