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Tödliche Schüsse in Utrecht: Polizei spricht von Hinweisen auf ein Terrormotiv

Tödliche Schüsse in Utrecht: Polizei spricht von Hinweisen auf ein Terrormotiv
Ein Polizist während der Schießerei am 18. März 2019 im niederländischen Utrecht: Nun versuchen die Behörden, das Motiv des Angreifers zu ermitteln.
War es ein Terroranschlag oder ein gezielter Angriff auf bestimmte Personen? Am Tag nach den Schüssen von Utrecht spricht die Polizei von Hinweisen auf ein terroristisches Motiv. Der Hauptverdächtige soll ein langes Vorstrafenregister haben.

Die Schüsse in der Straßenbahn in Utrecht könnten einen terroristischen Hintergrund gehabt haben. Die Polizei spricht von Hinweisen in dieser Richtung. Dafür spreche unter anderem ein im Fluchtwagen gefundener Brief, teilte die Behörde am Dienstag mit. Andere Motive würden aber nicht ausgeschlossen. Die bisherigen Ermittlungen hätten keine Hinweise auf irgendeine Beziehung zwischen dem Hauptverdächtigen und den Opfern ergeben, so die Polizei weiter. Zuvor war über eine Beziehungstat spekuliert worden.

Außer dem Hauptverdächtigen hat die Polizei noch zwei andere Männer festgenommen. Sie sind 23 und 27 Jahre alt und stammen ebenfalls aus Utrecht. Über sie gab es zwischenzeitlich widersprüchliche Angaben von Utrechts Bürgermeister und der Polizei.

Verwirrung um Freilassung von zwei Verdächtigen - Polizei korrigiert Bürgermeister

Nach Angaben der Polizei vom Dienstagmorgen sind weiterhin drei Verdächtige in Gewahrsam. Die Polizei widersprach damit in einer Mitteilung auf Twitter Bürgermeister Jan van Zanen, der zuvor im Radio gesagt hatte, zwei Verdächtige seien freigelassen worden. Nur der Hauptverdächtige werde jetzt noch festgehalten. Die Polizei teilte dagegen mit, auch die beiden anderen Männer stünden noch unter Verdacht und seien weiter festgenommen.

Die Stadtverwaltung entschuldigte sich inzwischen für das Missverständnis.

Drei Menschen erschossen - sieben weitere verletzt 

Der 37 Jahre alte Hauptverdächtige, der am Montagabend nach stundenlanger Fahndung gefasst worden war, soll weiter vernommen werden. Der gebürtige Türke Gökmen T. soll in der Großstadt südlich von Amsterdam drei Menschen erschossen haben. Außerdem wurden drei Menschen schwer verletzt: eine 20 Jahre alte Frau aus Utrecht, ein 74 Jahre alter Mann aus dem Ort De Meern und eine 21 Jahre alte Frau aus Nieuwegein. Vier Menschen wurden leicht verletzt, indem sie zum Beispiel in der Hektik unmittelbar nach der Tat stürzten.

Die Polizei steht am 18. März 2019 in der Nähe einer Straßenbahn auf dem Platz des 24. Oktobers in Utrecht, wo ein Angreifer auf Menschen schoss.

An diesem Dienstag wehen die Fahnen auf öffentlichen Gebäuden in den Niederlanden auf halbmast. Das niederländische Parlament in Den Haag will um 14 Uhr sowohl der Opfer von Utrecht als auch der des Terroranschlags in Christchurch gedenken. Am Tatort in Utrecht waren am Morgen Blumen niedergelegt worden. Ein Gymnasium in der Stadt will im Laufe des Tages des Vaters zweier Schüler gedenken, der zu den Opfern gehört.

Schütze hatte ein langes Vorstrafenregister

Gökmen T. war bei einer Wohnungsdurchsuchung in Utrecht festgenommen worden. Bei der Polizei war er bereits durch andere Delikte aus der Vergangenheit bekannt gewesen. "Wir wissen relativ viel über ihn", sagte Rutker Jeuken vom Innenministerium. Medienberichten zufolge hat T. ein langes Vorstrafenregister, wurde demnach unter anderem wegen versuchten Mords verurteilt und stand zuletzt wegen eines Vergewaltigungsvorwurfs vor Gericht. Noch vor wenigen Wochen sei er in Haft gewesen, dann aber freigelassen worden, berichtete der Sender NOS.

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Niederländische Zeitungen berichteten unter Berufung auf Menschen aus dem Umfeld des mutmaßlichen Täters, der in der Türkei geborene, aber in Utrecht aufgewachsene Mann gelte als aggressiver Krimineller.

(dpa/rt deutsch)

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