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Nach Streit zwischen Frankreich und Italien: Macron ruft zur Aussöhnung auf

Nach Streit zwischen Frankreich und Italien: Macron ruft zur Aussöhnung auf
Der französische Präsident Emmanuel Macron bei einer Nachrichtenkonferenz mit dem italienischen Premierminister Guiseppe Conte, Paris, Frankreich, 15. Juni 2018.
Das offene Sympathisieren der italienischen Regierung mit den Gelbwesten hatte zu einem Streit zwischen Frankreich und Italien geführt. Der französische Präsident Emmanuel Macron hält es nun für an der Zeit den Konflikt beizulegen.

Im Februar rief die französische Regierung vorübergehend ihren Botschafter in Rom, Christian Masset, zurück. Auslöser war der unangemeldete Besuch des italienischen Vizeregierungschefs Luigi Di Maio bei den Gelbwesten in Frankreich. Die Rückberufung sollte ein mahnendes Zeichen an Rom sein. 

Am Sonntag erklärte der französische Präsident Emmanuel Macron im italienischen Fernsehen: 

Es gab unangemessene Gespräche. Es gab verschiedene Wendungen, und ich denke, wir sind es unseren Bürgern, unserer Geschichte und Europa schuldig, dies zu überwinden. 

Bei dem Treffen Di Maios mit den Gelbwesten betonte der italienische Politiker seinerzeit "die gemeinsamen Interessen" zwischen der italienischen Regierung und der Bewegung. Dabei ging es auch um die anstehende Europawahl. 

Luigi di Maio ist Minister für wirtschaftliche Entwicklung in der italienischen Regierung.

Die Gelbwesten-Bewegung formierte sich Ende November in Frankreich. Zunächst ging es den Demonstranten um die zu hohen Krafstoffsteuern. Forderungen nach höherem Mindestlohn und einer Mindestrente kamen hinzu. Zwar sind die Teilnehmerzahlen an den Gelbwesten-Protesten geringer als zu Beginn, aber die Demonstrationen gehen dennoch weiter. Die Anhänger der Bewegung fordern den Rücktritt des französischen Präsidenten, der bei ihnen als "Präsident der Reichen" verrufen ist. 

Zur erneuten Annäherung zwischen Frankreich und Italien kündigte Macron an, er werde seinen Amtskollegen Sergio Mattarella nach Frankreich einladen, um mit ihm am 2. Mai das 500-Jährige Jubiläum des Todes von Renaissance-Künstler Leonardo da Vinci zu feiern.

Bei den Feierlichkeiten werden Jugendliche Frankreichs und Italiens anwesend sein: 

Wir werden über die Zukunft und Europa sprechen. (...) Es gibt so viele Franzosen, die Italien lieben und Italiener, die Frankreich und die Franzosen lieben. Aber plötzlich haben wir fast vergessen, dass wir immer wieder lernen müssen einander zu verstehen. 

Missverständnisse, so Macron, gäbe es ab und an in der Politik. 

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