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Irrsinn um Holzpaletten: Großbritannien kann nach hartem Brexit kaum Waren in EU liefern

Irrsinn um Holzpaletten: Großbritannien kann nach hartem Brexit kaum Waren in EU liefern
(Symbolbild). Da ist der Wurm drin.
Wie unvorbereitet Großbritannien auf einen harten Brexit ist, belegt eine kuriose Sitzung der britischen Regierung mit Wirtschaftsvertretern. Das Thema: Die Briten haben nicht die richtigen Paletten, um weiterhin Waren in die EU zu exportieren.

Nach den "Breunion Boys" nun eine weitere Kuriosität rund um das Thema Brexit: Das britische Ministerium für Umwelt, Ernährung und ländliche Angelegenheiten teilte Wirtschaftsführern in einer eigens dafür einberufenen Sitzung mit, dass im Fall eines harten Brexit das Vereinigte Königreich nicht genügend EU-zugelassene Paletten für den Export auf den Kontinent hat.

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Laut den strengen Regeln der EU müssen Holzpaletten, die aus Nichtmitgliedsländern in die EU gelangen, hitzebehandelt sein. Durch diese Prozedur werden im Holz befindliche Eiweißmoleküle neutralisiert. Dadurch wird verhindert, dass Schädlinge etwa aus Übersee in die EU gelangen. Doch nur wenige der britischen Paletten entsprachen diesem Standard, da es bisher auch nicht nötig war. Bei einem Austritt im Rahmen des ausgehandelten Abkommens dürften alle bisher verwendeten Paletten weiter genutzt werden - aber eben nicht bei einem harten Brexit.

Wirtschaftsverbände hatten auf den drohenden Mangel bereits im vergangenen Oktober hingewiesen, doch offenbar sah die britische Regierung keinen Handlungsbedarf. Nun könnten im schlimmsten Fall die Exporte in die EU nahezu zum Erliegen kommen. Dabei handelt es sich bei der Hitzebehandlung der Holzpaletten um eine simple Prozedur: Sie werden einfach nur eine halbe Stunde lang in einen Raum mit 56 Grad Celsius gelegt. Die Wirtschaftsvertreter zeigten sich verwundert über die Untätigkeit der Regierung. Ein Vertreter wird in der Zeitung Business Insider mit den Worten zitiert:

Der Punkt des Übergangs war, dass es die zwei Jahre gab, die wir brauchen, um uns vorzubereiten [...] Jetzt versuchen wir, uns in ein paar Wochen fertig zu machen. Welcher Verrückte würde so etwas tun?

Die Labour-Politikerin Sue Hayman forderte Premierministerin May auf, "einen katastrophalen No-Deal vom Tisch zu nehmen". Sie fügte hinzu:

Alles über den Umgang dieser Regierung mit Brexit war ein Chaos, also kommt diese Nachricht leider nicht überraschend [...] Das Ausmaß der Inkompetenz und das Fehlen einer vorausschauenden Planung durch die Regierung hat für einige der größten Produktionssektoren des Vereinigten Königreichs, einschließlich der Lebensmittel-, Getränke- und Chemieindustrie, Risiken und Unsicherheiten geschaffen.

Aus Regierungskreisen hieß es, dass eine Vereinbarung mit der Europäischen Union in der Palettenfrage angestrebt werde. Da kann man nur viel Glück wünschen und dreimal auf hitzebehandeltes Holz klopfen.

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