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Studie: Euro-Einführung führte in Italien und Frankreich zu Einbußen in Billionenhöhe

Studie: Euro-Einführung führte in Italien und Frankreich zu Einbußen in Billionenhöhe
Obdachlose in der Basilika Santi Apostoli, Rom, Italien, 29. Januar 2018.
Eine Studie untersuchte anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Euro, wie hoch das Pro-Kopf-BIP eines Landes ohne die Einführung der Gemeinschaftswährung hätte sein können. Während Deutschland am meisten vom Euro profitierte, machte die EU-Währung Franzosen und Italiener ärmer.

In Frankreich führte die Einführung des Euro zu Verlusten von 3,6 Billionen Euro, in Italien belaufen sie sich auf 4,3 Billionen. Zu diesem Ergebnis gelangte die Studie des "Centrums für Europäische Politik" (Cep). Der klare Gewinner der Euro-Einführung ist Deutschland mit 1,9 Billionen Euro zwischen 1999 und 2017.

Während sich damit in Deutschland pro Einwohner in diesem Zeitrahmen ein Plus von 23.116 Euro ergibt, ist es in Frankreich ein Minus von 55.996 Euro pro Einwohner und in Italien sogar eines von 73.605 Euro pro Einwohner. Nur die Niederlande profitierten ebenfalls vom Euro (+21.003 Euro pro Einwohner). In Griechenland ist der Gewinn mit 190 Euro pro Einwohner eher gering. Die Wissenschaftler halten den Euro 20 Jahre nach seiner Einführung daher für "umstrittener denn je". 

Wer hätte gedacht dass die Lebenserwartung ausgerechnet in einem sehr reichen Land geringer ist, als in anderen (Symbolbild).

Das Cep hierzu: 

Griechenland hat in den ersten Jahren nach der Euro-Einführung massiv vom Euro profitiert, seit 2011 jedoch große Verluste erlitten. Über den gesamten Zeitraum ist die Bilanz mit +2 Milliarden Euro (...) gerade noch positiv. 

Als Grundlage der Untersuchungsmethode dient die Entwicklung des BIPs in acht ausgewählten Euro-Ländern (Deutschland, Niederlande, Griechenland, Spanien, Belgien, Portugal, Frankreich, Italien): 

Unsere Fragestellung lautet: Wie hoch wäre das Pro-Kopf-BIP eines bestimmten Euro-Staates, wenn er den Euro nicht eingeführt hätte? 

Die Zahlen der acht Euro-Länder werden den Werten der Nicht-Euro-Länder gegenübergestellt, welche mit diesen wirtschaftlich vergleichbar sind. Sie galten dann als vergleichbar, wenn die Entwicklung des BIPs ähnlich war, es keine größeren Wirtschaftsreformen das Inlandsprodukt betreffend und keine "länderspezifischen Schocks" gab. 

Aktivisten der Kommunistischen Partei Griechenlands verschönerten im Jahr 2010 die Akropolis in Athen mit der Aufforderung an die Völker Europas, aufzustehen.

So verglich man die Daten Frankreichs mit denen von Australien und Großbritannien, die Italiens mit Großbritannien, Australien, Israel und Japan. 

Für Deutschland ergibt sich: 

Deutschland hat mit Ausnahme von 2004 und 2005 jedes Jahr von der Euro-Einführung profitiert, besonders seit der Euro-Krise ab 2011.

Spanien als positives Beispiel für die Umkehr eines negativen Trends 

Frankreich hingegen verzeichnete seit der Einführung des Euro jedes Jahr Wohlstandsverluste. Der Think Tank empfiehlt: 

Um vom Euro zu profitieren, muss Frankreich den von Präsident Macron eingeschlagenen Reformweg zwingend konsequent weitergehen. 

Griechenland empfehlen sie "Reformen zur Steigerung des BIP pro Kopf", wie z. B. Maßnahmen zur Wettbewerbssteigerung und zur "Verbesserung des Investitionsklimas". Italien habe bisher versäumt, seine Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Spanien sehen die Wissenschaftler als positives Beispiel für die Umkehrung eines negativen Trends. 

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