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Ex-Präsident Janukowitsch: Einmischung der Ukraine in Kirche fördert "Spaltung und Hass"

Ex-Präsident Janukowitsch: Einmischung der Ukraine in Kirche fördert "Spaltung und Hass"
Der ehemalige Präsident der Ukraine, Viktor Janukowitsch, gibt am 6. Februar 2019 in Moskau eine Pressekonferenz.
Der ehemalige ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch, der 2014 durch einem vom Westen unterstützten Putsch gestürzt wurde, hat bei einem seltenen Presseauftritt die Politik in Kiew wegen der Einmischung in die Angelegenheiten der orthodoxen Kirche scharf kritisiert.

"Es ist unerträglich, dass sich der Staat, die Politiker und der Präsident in kirchliche Angelegenheiten einmischten", sagte Janukowitsch vor Journalisten in Moskau und argumentierte, dass die Gründung einer orthodoxen Kirche der Ukraine darauf abzielt, "Spaltung, Feindschaft und Hass" zu stiften.

In der gesamten Geschichte der Ukraine "hat sich kein Präsident in Kirchengeschäfte eingemischt", und die Kirche war auch immer vom Staat getrennt, sagte er.

Der ukrainische Präsident Petro Poroshenko gestikuliert, während er am 7. Januar 2019 beim orthodoxen Weihnachtsgottesdienst in der Sophienkathedrale in Kiew spricht.

Das orthodoxe Christentum stehe vor seinem größten historischen Riss, nachdem die derzeitige Regierung der Ukraine unter Präsident Poroschenko beschlossen hat, eine eigene Kirche zu gründen, die sich vom Moskauer Patriarchat lossagt. Der Schritt wurde weithin als Teil von Kiews Bemühungen angesehen, sämtliche Beziehungen zu Russland zu behindern oder zu beenden. Außerdem soll dieser Schritt möglicherweise dazu dienen, die Kampagne für eine Wiederwahl von Präsident Petro Poroschenko zu unterstützen.

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Die neu installierte Kirche auf dem Gebiet der Ukraine erhielt die Unterstützung des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel, während andere Kirchenoberhäupter der orthodoxen Welt entweder zu dem Thema einer neuen Kirche in der Ukraine schweigen oder das rundheraus verurteilen.

Der vor fünf Jahren gewaltsam abgesetzte Präsident war selbst mit dem Vorwurf der Anordnung von Gewalt konfrontiert, als er 2014 versuchte, den Protesten in der Ukraine zu begegnen, die zu einem von den USA und der EU unterstützten Putsch führten. Er ging aktuell noch weiter und bezeichnete die jetzige Situation in der Ukraine als "institutionalisierten Terrorismus", der eine Gefahr für diese Nation und für die Welt darstellt. "Es ist eine Schande", sagte er, dass die "Helden" der heutigen Ukraine "Pogrom-Macher, Antisemiten und alle möglichen Radikalen sind. Junge Leute schauen zu ihnen auf."

Anfang dieses Jahres erklärte die Regierung in Kiew den Geburtstag von Stepan Bandera - einem nationalistischen Führer und Nazi-Kollaborateur, der von manchen als Held im Kampf gegen die Sowjets gefeiert wurde - zu einem Nationalfeiertag.

Im Januar verurteilte ein ukrainisches Gericht Janukowitsch, der heute in Südrussland lebt, in Abwesenheit zu 13 Jahren Gefängnis wegen Verrats. Der ehemalige Präsident beschuldigte die ukrainischen Behörden, "beispiellosen Druck" auf das Gericht ausgeübt zu haben, und sagte, dass die Entscheidung "nichts mit dem Gesetz zu tun hat".

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