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Norwegische Marine sprengt Torpedos auf verunglückter Fregatte

Norwegische Marine sprengt Torpedos auf verunglückter Fregatte
Die Helge Ingstad nach ihrer Kollision im November
Die Königlich Norwegische Marine hat alle Torpedos und Waffen entfernt, die von der gesunkenen Fregatte Helge Ingstad geborgen werden konnten - der Rest wurde gesprengt. Das Kriegsschiff war im November letzten Jahres nach einer vermeidbaren Kollision gesunken.

Die Helge Ingstad war eines der modernsten Schiffe der norwegischen Marine und kostete etwa 500 Millionen Euro. Nun liegt es nach einer Kollision mit einem Öltanker im November am Hjeltefjord zwischen der Hafenstadt Bergen und der Nordsee auf Grund.

Militärtaucher haben in der vergangenen Woche rund die Hälfte der Raketen von der Fregatte entfernt und sie zu deren Vernichtung auf eine Mülldeponie ins Landesinnere gebracht. Die andere Hälfte wurde vor Ort zur Detonation gebracht, nachdem die Marine entschieden hatte, dass sie für einen Transport zu instabil waren.

Videoaufnahmen von der Detonation zeigen Wasserfontänen, die sich hunderte Meter in die Luft erheben. An Bord des gesunkenen Schiffes verbleibt noch weitere Munition, die überprüft werden muss, bevor die Überreste geborgen werden können.

Die Helge Ingstad sank, nachdem sie im November von der NATO-Übung Trident Juncture, an der 50.000 Soldaten, 10.000 Fahrzeuge und 65 Schiffe beteiligt waren, zurückgekehrt war.

Auf einer Routinepatrouille auf dem Rückweg wurde die Helge Ingstad von einem griechischen Öltanker getroffen, der ein Loch in die Steuerbordseite der Fregatte riss. Die 137 Mann starke Besatzung der Helge Ingstad verließ das Schiff, welches anschließend zum Ufer geschleppt wurde. Allerdings rissen eine Woche später Stahlseile, die das Schiff aufrecht hielten, woraufhin die Fregatte fast vollständig versank.

Der Tanker, der rund 625.000 Barrel Rohöl transportierte, blieb weitgehend unbeschädigt. Eine anschließende Untersuchung ergab, dass der kostspielige Unfall völlig vermeidbar war.

In der Nacht des Unfalls hatte die Crew der Helge Ingstad einige ihrer Positionierungssysteme ausgeschaltet. Sie bemerkte eine Gruppe von Lichtern in der Ferne, von denen sie dachte, dass es sich dabei um ein Objekt an Land handelte - in Wirklichkeit war es jedoch der Tanker.

Als dieser näher kam, konnte dessen Besatzung die Helge Ingstad nicht identifizieren, da ihr Positionierungssystem deaktiviert war. Als die Besatzung des Tankers erkannte, dass sie sich auf Kollisionskurs befand, versuchte sie, die Besatzung der Helge Ingstad per Funk zu erreichen. Die Norweger dachten hingegen, dass die Übertragung für ein anderes Schiff bestimmt sei.

Als die Besatzung der Fregatte Ausweichmanöver einleitete, war es bereits zu spät. Die Kollision riss die Außenhaut der Helge Ingstad auf und überflutete ihre Maschinenräume. Die Untersuchung ergab, dass das schnelle Vollaufen des Schiffes ein "sicherheitskritisches Thema" ist, das auch für die vier anderen Fregatten der norwegischen Marine von Belang sei.

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