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Sponsored by UK: Bellingcat-Aktivist verfasste Skripal-Artikel für Geheimnetzwerk

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Ein Mitarbeiter der Rechercheplattform "Bellingcat" hat Gelder von dem britischen Geheimnetzwerk "Integrity Initiative" für das Verfassen eines Artikels zur Skripal-Affäre erhalten – und anschließend mit Erfolg verhindert, dass ein Beleg dafür auf Twitter verbreitet wird.

Das Recherchenetzwerk "Bellingcat" verfügt über erstaunliche Fähigkeiten: Ob im Fall des Abschusses des Fluges MH17 in der Ostukraine, Giftgaseinsätze in Syrien oder dem Attentat auf die Skripals, Bellingcat kennt immer die genauen Umstände und benennt die Täter – auch wenn die Mitarbeiter der Plattform nie vor Ort recherchierten und sich nach eigener Aussage allein auf die Auswertung von Open-Source-Material beschränken, also auf öffentlich zugängliche Quellen.   

Laut dem britischen Institute for Statecraft müssen Schulkinder in Europa vor

Gegründet wurde Bellingcat von dem Briten Eliot Higgins, der 2016 in einem Interview mit der Deutschen Welle einräumte, dass Russlands "Lügen" den Kern der Untersuchungen seines Recherchenetzwerkes darstellten. Obwohl seine Militärkenntnisse nach eigener Aussage auf Filmen wie "Rambo" beruhen, avancierte Higgins in westlichen Mainstreammedien schnell zu einem "Waffenexperten", nachdem er für den Giftgaseinsatz im syrischen Ghuta im Jahr 2013 die syrische Regierung verantwortlich gemacht hatte. Dass seine vom heimischen Sofa aus betriebene Analyse einer Überprüfung nicht stand hielt, tat seiner medialen Rolle als "Experte" ebenso wenig Abbruch wie nachweislich falsche Behauptungen im Zusammenhang mit dem MH17-Absturz.

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Wohl deshalb, weil Bellingcat bei allen wichtigen Konflikten zwischen Moskau und dem Westen stets auf einer Linie mit den Mainstreammedien liegt: Die "Bösen" sind immer Russland und dessen Verbündete. Da ist es nur konsequent, dass Higgins wissenschaftlicher Mitarbeiter des extrem antirussisch ausgerichteten Atlantic Councils ist, der sich für die globale Vorherrschaft der USA stark macht und beispielsweise zu Terroranschlägen auf die Krim-Brücke aufruft.

Die US-Denkfabrik stellt das elfköpfige Personal des Digital Forensic Research Lab (DFR Lab), das von Facebook damit beauftragt wurde, die Plattform von unliebsamen Inhalten zu säubern. Zu dem Zensur-Team zählt neben Higgins auch der ehemalige NATO-Sprecher Ben Nimmo, der sich mit der Verbreitung antirussischer Fake News hervorgetan hat. Die selbsternannten "Digital Sherlocks" brüsten sich damit, hunderte Accounts auf Facebook gesperrt zu haben, weil diese Artikel russischer Medien wie Sputnik geteilt hatten. 

Finanziert wird Bellingcat laut Higgins neben Spendengeldern von George Soros' Open Society Foundation (OSF) und dem vom US-Kongress gesponserten National Endowment for Democracy (NED). Der Stiftung wird vorgeworfen, sich unter dem Deckmantel der Demokratieförderung in die inneren Angelegenheiten anderer Länder einzumischen. Darüber hinaus kooperiert Bellingcat mit dem Organized Crime and Corruption Reporting Projekt (OCCRP), das unter anderem vom US-Außenministerium, dem NED und George Soros finanziert wird. Das OCCRP vergibt jährlich eine Auszeichnung für Personen, die "am meisten auf der Welt getan haben, um die organisierte Kriminalität und Korruption zu befördern". Darauf landen regelmäßig die Staatschefs jener Länder, die den Hegemonie-Ansprüchen der USA im Wege stehen: Russland, Venezuela, Kuba oder Syrien.

Im Auftrag ihrer Majestät

Hätte es noch eines Beweises bedurft, dass es sich bei Bellingcat nicht um eine unabhängige, ergebnisoffene Recherchegruppe handelt, dann wäre er in Form der jüngsten Enthüllungen zum verdeckt arbeitenden britischen Einflussnetzwerk "Integrity Initiative" erbracht, das sich, ausgestattet mit Regierungsgeldern, dem Kampf gegen Russland mit konspirativen Mitteln verschrieben hat.

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Wie aus den von der Hackergruppe Anonymous an die Öffentlichkeit gebrachten Dokumenten hervorgeht, hat der Bellingcat-Mitarbeiter Dan Kaszeta für das Verfassen eines Artikels im Zusammenhang mit der Skripal-Affäre 622,00 britische Pfund erhalten. Die mediale Deutungshoheit im Fall Skripal zu erlangen, war einer der Schwerpunkte der Initiative im vergangenen Jahr. 

Als der kanadische Blogger Stephen McIntyre in einem Tweet auf das entsprechende Dokument – eine Rechnung für besagten Artikel von Kaszetas Firma Strongpoint Security – hinwies, reagierte dieser mit einer Beschwerde an Twitter. Laut dem ehemaligen Veteran der US-Armee enthalte McIntyres Tweet persönliche Informationen und verstoße damit gegen die Richtlinien des Kurznachrichtendienstes. Dem widersprach McIntyre mit dem Hinweis, dass er lediglich Informationen über Kaszetas Firma, auf die die Rechnung ausgestellt war, veröffentlicht hatte. Und das sei kein Verstoß gegen die Richtlinien.

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Twitter schaltete daraufhin seinen Account wieder frei und veröffentlichte kurzzeitig auch wieder den Tweet zu Kaszeta, bevor dieser endgültig von der Plattform genommen wurde.

Infolgedessen wies der Kanadier auf die offenkundig doppelten Standards hin, die sowohl bei Bellingcat als auch bei Twitter vorherrschen. Denn die Plattform hatte kein Problem damit, als Bellingcat persönliche Informationen über zwei Russen veröffentlichte, die es als Skripal-Attentäter identifiziert haben wollte. McIntyre machte auch darauf aufmerksam, dass die von Bellingcat verbreiteten Informationen unmöglich aus öffentlich zugänglichen Quellen stammen können.

Schon in der Vergangenheit reagierten die Bellingcat-Aktivisten äußerst dünnhäutig auf Kritik. So bezeichnete Higgins den MIT-Professor Theodore Postol als "einen Idioten", nachdem dieser Fehler in Bellingcats Analyse des Giftgaseinsatzes im syrischen Chan Scheichun 2017 nachgewiesen hatte, und verweigerte sich einer Debatte mit Postol. Im Zusammenhang mit dem Fall MH17 empfahl Higgins seinen Kritikern, ihm "die Eier zu lutschen". 

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