icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

Über Finanzsystem Macron zu Reformen zwingen: Frankreichs Gelbwesten planen Ansturm auf Banken

Über Finanzsystem Macron zu Reformen zwingen: Frankreichs Gelbwesten planen Ansturm auf Banken
Demonstration der Bewegung "Gelbe Westen" in Marseille, Frankreich, am 5. Januar 2019. Der Schriftzug auf dem Banner lautet: "Frankreich steht nicht zum Verkauf".
Die französischen Gelbwesten-Demonstranten hoffen, einen Ansturm auf die Banken mit einer landesweit koordinierten Bargeldauszahlung auszulösen. Indem sie das französische Finanzsystem bedrohen, sagen Demonstranten, wollen sie die Regierung friedlich zu Reformen zwingen.

"Wenn die Banken geschwächt werden, wird der Staat sofort schwächer", sagte der Gelbwesten-"Sympathisant" Tahz San auf Facebook. Er fuhr mit den Worten fort:

Es ist der schlimmste Albtraum der gewählten Amtsträger."

Die Demonstranten wollen am Samstag ihre Bankkonten leeren und so viel Geld wie möglich abheben, um die französischen Banken zu untergraben - wenn nicht den Euro selbst. Der Plan sieht vor, den Staat "legal und gewaltlos zu erschrecken" und die Macron-Regierung zu zwingen, die Bürgerinitiative ernst zu nehmen. Die Protestbewegung möchte, dass Präsident Macron Gesetze überdenkt und neue zur Abstimmung freigibt.

"Wir werden unser Brot zurückbekommen. Ihr verdient Geld mit unserem Geld, und wir haben es satt", sagte der populäre Gelbwesten-Aktivist Maxime Nicolle in einer Videobotschaft auf YouTube am Montag.

Eine gut koordinierte Aktion, die Banken ins Visier nimmt, könnte tatsächlich das französische Bankensystem unter Druck setzen. Denn die Banken halten immer nur einen Bruchteil der Mittel, die die Bürger des Landes auf ihren Konten haben.

Der Staat und die Banken haben allerdings genug Zeit, um auf solche Eventualitäten zu reagieren. Die meisten Banken beschränken die Auszahlungen am Geldautomaten auf einen relativ geringen Betrag. So hat  der Staat genug Zeit, um Beschränkungen bei der Auszahlung einzuführen. Eine solche Intervention könnte wiederum den Grad der Empörung unter der französischen Bevölkerung vergrößern und noch größere Proteste provozieren.

Demonstrationen, die den Finanzsektor treffen, sind ein neuartiges Mittel, um die von Premierminister Edouard Philippe vorgeschlagene forcierte Auflösungsstrategie von "unbefugten Protesten" zu umgehen. Das wurde Anfang dieser Woche nach einem besonders gewalttätigen Wochenende mit der bewaffneten Bereitschaftspolizei angekündigt. Dabei kam es unter anderem zu einem unerwarteten Auftreten des ehemaligen Boxers Christophe Dettinger, der auf mehrere Bereitschaftspolizisten losging. Philippe hat versprochen, dass 80.000 Sicherheitskräfte bei den nächsten Protesten eingesetzt werden.

Unterdessen entwickeln sich Spannungen innerhalb der Bewegung selbst, da einige ehemalige Protestführer zur Freude der Macron-Regierung nun eine politische Lösung fordern.

Die Regierung forderte die Demonstranten auf, ihre Stimme im Rahmen einer nationalen Debatte zu erheben, anstatt auf der Straße zu demonstrieren, wie sie es in den letzten zwei Monaten getan haben. Die für nächste Woche geplante Debatte wird sich mit dem Klimawandel, "demokratischen Fragen", Steuern und öffentlichen Dienstleistungen befassen.

 

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen